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E-Learning oder Blended Learning Edition?

Für jeden Strategie die passende Edition

Ob reine Präsenztrainings, die Kombination aus Seminaren mit virtuellen Lernprozessen (Blended Learning) oder ausschließlich online – jedes Unternehmen hat eigene Ansprüche an die Aus- und Weiterbildung und verfolgt ein eigenes Lernkonzept. Um diesen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und um jedem Unternehmen genau den Funktionsumfang bieten zu können, den es benötigt, um die Aus- und Weiterbildung effizient gestalten zu können, gibt es Avendoo® ab sofort als E-Learning oder als Blended Learning Edition. Was die beiden Editionen unterscheidet? Das Veranstaltungsmanagement. Konzentriert sich die E-Learning Edition lediglich auf das Bereitstellen von digitalen Lerninhalten, enthält die Blended Learning Edition das umfangreiche Veranstaltungsmanagement, mit dem sowohl Präsenz- als auch Online Trainings erstellt, durchgeführt und nachbereitet werden können.

Die E-Learning Edition als Anreicherung

Avendoo Preismodelle E-Learning Edition

Gerade wenn es um die Einführung von E-Learning geht, stehen viele offene Fragen im Raum. Um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und auch, um die Mitarbeiter mit dieser neuen Form der Weiterbildung nicht zu überrumpeln, lohnt es sich klein anzufangen und mit der Zeit zu wachsen. Für dieses Szenario ist zum Beispiel die E-Learning Edition konzipiert worden, denn mit ihr kann die klassische Aus- und Weiterbildung mittels Präsenztraining durch gezielte digitale Lerninhalte angereichert werden.

Die Wissensvermittlung findet dabei weiterhin hauptsächlich in Form von Seminaren statt, weiterführende Inhalte werden aber mittels E-Learning ebenso angeboten. So könnte zum Beispiel nach der Veranstaltung „Erste-Hilfe-Kurs“ ein Dokument zur Verfügung gestellt werden, in dem die zentralen Handlungsanweisungen noch einmal zusammengefasst sind. Außerdem könnte auch das Feedback zum Referenten als Qualitätssicherung online abgewickelt werden.

Avendoo14 Blended Learning EditionAls Blended Learning Edition die Vorteile kombinieren

Für Unternehmen, die bereits erste Erfahrungen mit dem Thema E-Learning sammeln konnten bzw. die Unternehmen, die ihre Präsenzveranstaltungen nach und nach ablösen und den Lernprozess effizienter gestalten wollen, gibt es die Blended Learning Edition. Dabei werden die Vorteile von Präsenzveranstaltungen mit den Vorteilen des E-Learnings kombiniert.

Diese Blended Learning Edition enthält daher das integrierte Veranstaltungsmanagement von Avendoo®, mit dem es möglich ist, sowohl Präsenzveranstaltungen als auch Online Trainings – z.B. in einem virtuellen Klassenzimmer – zu erstellen. Ebenso ist die Verwaltung, Durchführung und Nachbereitung darüber möglich, so dass keine weiteren Systeme mehr notwendig sind. Blended Learning Schulungen weisen viele Vorteile auf:

  • Flexible Gestaltung – In Online Lernphasen werden die Inhalte einer zuvor stattgefundenen Präsenzveranstaltung aufgearbeitet und ergänzt – oder andersherum: Eine Online Lernphase bereitet die Lernenden auf eine abschließende Präsenzveranstaltung vor. Dadurch werden die Präsenzveranstaltungen optimiert und effizienter gestaltet – das führt zu einer nicht unerheblichen Kostenersparnis
  • Wissen vernetzen – Durch die Abwechslung bei der Schulungsmethode wird die Motivation bzw. das Durchhaltevermögen der Lerner gefördert und ihr Wissenshorizont erweitert
  • Orts- und zeitunabhängig – Die Mitarbeiter sind, dadurch dass sie das Lernangebot nach ihrem individuellen Bedarf nutzen können, zeitlich und örtlich flexibel
  • Persönlich – Während der Präsenzschulungen können sich Lerner austauschen und den Kontakt mit den Trainern aufnehmen, so dass eine persönliche Beziehung aufgebaut wird und der Lernende sich nicht allein gelassen fühlt
  • Evaluation – Mitarbeiter können Ihren Lernstand durch integrierte Lernstandkontrollen und Übungen besser einschätzen. Erst wenn Probleme wahrgenommen werden, besteht die Möglichkeit diese auszubessern, so dass eine individuelle Förderung möglich ist

Blended Learning Black Edition

Avendoo Preismodelle Blended Learning Black Edition

Für diejenigen, die den vollen Funktionsumfang von Avendoo® und exklusive Features nutzen möchten, für diese Unternehmen wird es im kommenden Jahr die Blended Learning Black Edition geben. Ein Highlight wird dabei das Ressourcenmanagement sein.

Das Veranstaltungsmanagement wird dabei um ein vollständiges Ressourcenmanagement erweitert, so dass nicht nur Räume und Trainerressourcen verwaltet werden können, sondern zum Beispiel auch bewegliche Materialien wie Fahrzeuge oder andere Güter. In diesem Rahmen werden die Möglichkeiten des Veranstaltungsmanagements erheblich erweitert, um auch umfangreiche Anforderungen abdecken zu können. Welche Funktionen genau in der Black Edition enthalten sein werden, erfahren Sie im kommenden Jahr.

Die Blended Learning Black Edition stellt darüber hinaus in Zukunft die Basis für kommende Key Features der nächsten Avendoo® Generationen.

Welches Lernkonzept ist das richtige?

Welche Lernstrategie bzw. welches Lernkonzept den meisten Erfolg verspricht, hängt individuell vom Unternehmen ab. Jedoch gibt es zahlreiche Studien, die vor allem Blended Learning als zukunftsweisend ansehen. So hat das MMB-Institut für Medien und Kompetenzforschung beispielsweise 2014 rund 70 Experten/innen in einer Umfrage nach der „Bedeutung von Anwendungen für das betriebliche Lernen im Unternehmen“ gefragt – und das Ergebnis war eindeutig: „Auch in diesem Jahr sind nahezu alle Befragten (99%) der Meinung, dass „Blended Learning“-Angebote, also eine Mischung aus traditionellen Präsenz-Lernformen und digitalem Lernen, in Zukunft die größte Bedeutung für das betriebliche Lernen haben werden. Damit bleibt die Bedeutung von „Blended Learning“ im Vergleich zum Vorjahr konstant (2013: 99%). „Virtuelle Klassenräume“ (85%; 2013: 88%) und „Mobile Learning / Learning Apps“ (83%; 2013: 85%) rangieren, mit unwesentlich schwächeren Werten gegenüber dem Vorjahr, wieder auf dem zweiten und dritten Platz.“ (Quelle: MMB Trendmonitor)

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


 

E-Learning der Zukunft? Trends und Herausforderungen

NMC Horizon Report 2015

© Jan Gropp

Der NMC Horizon Report 2015: Higher Education Edition

Wie wird sich Bildung in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Trends und Technologien werden zu Veränderungen führen und welche Herausforderungen gilt es in diesem Zusammenhang zu bewältigen? Der NMC Horizon Report beschäftigt sich mit genau diesen Fragestellungen. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten, dem New Media Consortium (NMC) und der EDUCAUSE Learning Initiative ist auch in diesem Jahr ein detaillierter Bericht entstanden, der zwar die Hochschullehre betrachtet, aber durchaus auch für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Unternehmen interessant ist.

Der Report nennt Trends, Herausforderungen und Technologien für insgesamt drei Zeithorizonte: kurzfristig (1 – 2 Jahre), mittelfristig (3 – 5 Jahre) und langfristig (5 und mehr Jahre). Gerade die kurz- und mittelfristigen Trends geben dabei wichtige Impulse und Inspiration.

Trend 1: Zunehmender Einsatz von Blended Learning

Laut den Bericht findet in den kommenden 1 bis 2 Jahren eine zunehmende Kombination von Online Lernangeboten und Präsenzveranstaltungen statt, auch bekannt als Blended Learning Lernkonzept. „Im Verlauf der letzten Jahre hat sich die Wahrnehmung von Online-Lernen positiv entwickelt, da mehr und mehr Lernende und Lehrende es als praktikable Alternative zu einigen Formen des Präsenzlernens betrachten.“ Diesen Trend können wir auch für Unternehmen feststellen. Die klassische Aus- und Weiterbildung in Form von reinen Präsenzveranstaltungen wird zwar mehr und mehr um Online Lernangebote erweitert und ergänzt, trotzdem müssen die vorhandenen Ausbildungsabteilungen und Trainingsanbieter noch mit diesem Thema wachsen. Oft ist es so, dass E-Learning als separates Feld gesehen wird und nicht als Teil vom Ganzen. Dabei spricht neben der Flexibilität und der leichte Zugänglichkeit der Inhalte vor allem die Integration von Multimedia für E-Learning bzw. Blended Learning. Darüber hinaus lassen sich auf diese Weise (Personal-)Kosten einsparen und die Lerner haben die Möglichkeit, nach Ihrem eigenen Tempo zu lernen.

Als berechtigte Herausforderung wird vor allem die Qualität der Angebote genannt. „Die Aufgabe […] wird es […] sein, wie Lehrveranstaltungen besser ausgestaltet werden können, von der Konzeption bis hin zur Durchführung.“ Insbesondere das Thema Methodik/Didaktik ist an dieser Stelle erwähnenswert, da in den Unternehmen häufig nicht die nötige Kompetenz vorhanden ist.

Trend 2: Neugestaltung von Lernräumen

Einen weiteren, kurzfristigen Einfluss wird laut dem Report das Thema „Lernumgebung“ nehmen. Vor allem für Unternehmen, die gerade erst Ihre Aus- und Weiterbildung in die Hand nehmen und noch keine ausgeprägte Lernkultur besitzen, können wir diesen Trend bestätigen. Die Frage nach den passenden Rahmenbedingungen (sowohl zeitlich als auch räumlich), damit Mitarbeiter/innen effektiv lernen können, wird dabei immer wieder in den Vordergrund gerückt. Die Experten des Horizon Reports bezeichnen eine Lehr-/Lernumgebung als optimal, die projektbasierte Interaktionen zulässt und dabei gleichzeitig Mobilität, Flexibilität und die Verwendung diverser Endgeräte berücksichtigt. Als Beispiel dafür wird das Nurse Simulation Lab der George Washington University genannt, ein erfahrungsorientiertes Lernlabor, das eine Krankenhausumgebung möglichst realistisch nachbildet.

Getreu dem 70-20-10 Modell lernen Mitarbeiter durch praktische, für den Arbeitsalltag relevante Erfahrungen am besten. Eine Lernumgebung, die dies berücksichtigt, ist daher besonders zielführend. Nicht nur Präsenzveranstaltungen können durch angepasstes, dynamisches Mobiliar und entsprechende Ausstattung zu einer verbesserten Lernumgebung beitragen, gerade auch im E-Learning kann die Gestaltung der Lernoberfläche dazu beitragen, dass sich der Lernende mit den Inhalten besser identifizieren kann und sie aktiver durchlebt, was wiederum zu mehr Lernerfolg führt. Neben der Einfachheit der Lernoberfläche spielt in diesem Zusammenhang auch der Gedanke der kontext-sensitiven, adaptiven Lernumgebung eine wichtige Rolle. Das heißt, dass die Lernumgebung den aktuellen Arbeitskontext erkennt und das Lernangebot entsprechend anbietet; und das hieße wieder Effizienz.

Trend 3: Zunehmender Fokus auf der Messung von Lernprozessen

“Es besteht ein wachsendes Interesse daran, neue Datenquellen für die Personalisierung des Lernerlebnisses, das fortlaufende formative Assesment von Lernprozessen und die Leistungsmessung zu nutzen.” Dieser Trend, der auch Learning Analytics genannt wird, dient dazu, Lernprofile zu erstellen und Lernaktivitäten zu analysieren, um daraus u.A. bessere didiaktische Ansätze entwickeln zu können und um den Lernprozess zu optimieren. Die Herausforderung liegt auch unserer Meinung nach darin, aus der Masse der Daten die nützlichen herauszufiltern, die den Lernprozess voranbringen und diesen nicht behindern. Darüber hinaus spielt gerade in der heutigen Zeit das Thema Datenschutz eine enorme Rolle. Zwar müssen Daten für die Anpassung und Sicherung der Qualität erhoben werden, oft reichen aber auch anonyme Daten dafür aus. Der NMC Report sieht daher in den kommenden 3 bis 4 Jahren die größte Aufgabe darin, angemessene Richtlinien zu definieren, um den Schutz der personenbezogenen Daten zu gewährleisten.

Den vollständigen Report (deutsche Version) mit allen Trends, Herausforderungen und Entwicklungen können Sie über diesen Link downloaden: https://www.mmkh.de/fileadmin/dokumente/Publikationen/2015-nmc-horizon-report-HE-DE.pdf

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


Quelle

  • Johnson, L., Adams Becker, S., Estrada, V., and Freeman, A. (2015). NMC Horizon Report: 2015 Higher Education Edition. Deutsche Ausgabe (Übersetzung: Helga Bechmann, Multimedia Kontor Hamburg). Austin, Texas: The New Media Consortium.