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Lernbegleiter im E-Learning – digitale und reale Helfer

Lernbegleiter im E-Learning

© ktsdesign #63723313

Mit Lernbegleitern den Lernprozess aufleben lassen

Erinnern Sie sich noch an Karl Klammer? Die kleine Büroklammer, die „immer“ wusste, dass man in Microsoft Word einen Brief schreiben möchte? Anscheinend wollen Sie einen Brief schreiben. Brauchen Sie Hilfe? Karl Klammer war ein Lernbegleiter, aber leider kein wirklicher guter. Warum? Weil er unerwünscht und viel zu standardisiert „geholfen“ und so für viel Frust gesorgt hat. Gute Lernbegleiter hingegen motivieren und sorgen gerade im E-Learning dafür, dass sich der Lerner besser mit den Inhalten identifizieren kann. Außerdem erzeugen Sie zusätzliche Aufmerksamkeit und sorgen für Abwechslung im Lernprozess.

Lernbegleiter bei der Aus- und Weiterbildung

Wenn es um die berufliche Weiterbildung geht, unterscheidet man zwei Arten von Lernbegleitern: digitale und reale Lernbegleiter. Digitale Lernbegleiter sind z.B. gezeichnete oder animierte Figuren, die mit Hilfestellungen durch einen Lerninhalt führen oder sogar selbst mittels Storytelling die Hauptfigur in einem E-Learning verkörpern, so dass sich der Lerner besser in die Situation hineinversetzen kann.

Reale Lernbegleiter hingegen sind z.B. Ausbildungsleiter oder Trainer, die die Lerner in ihrem Lernprozess begleiten und ihnen neues Wissen vermitteln – oft in klassischen Präsenzseminaren.

Warum E-Learning zu einer veränderten Lehr-Lern-Beziehung führt und welche Rolle Lernbegleiter dabei spielen

Die traditionelle Lehrerrolle eines Lernbegleiters wird jedoch durch E-Learning verändert „Nicht mehr die Wissensvermittlung von einem Wissenden (dem Lehrer) an einen Unwissenden steht im Mittelpunkt, sondern die Frage: „Wie kann der Lernende selbst Lösungen, Wissen etc. auf eine für seinen Lerntyp passende Weise erlangen?““ Durch die Kombination aus E-Learning und Präsenzseminar wird der (reale) Lernbegleiter immer mehr zum Moderator und Unterstützer, zum virtuellen Lerngleiter. Der Widerspruch zwischen Präsenzunterricht und E-Learning löst sich auf, denn durch die offenen Lernprozesse, die E-Learning ermöglicht, werden die Lernenden zum selbstgesteuerten Lernen animiert. Die klassische Wissensvermittlung nach dem Top-Down Prinzip funktioniert nicht mehr, denn der Lerner und seine Bedürfnisse stehen mehr und mehr im Fokus. Der Lernbegleiter hingegen rückt in den Hintergrund – und genau darin liegt die Herausforderung. Die Steuerung des Lernprozesses gibt der Lernbegleiter zwar ab, die inhaltliche Ausrichtung gibt er aber weiter vor. Dazu passt auch folgender Gedankengang: „Die Auswahl, Eingrenzung, Konstituierung von Inhalten macht es nötig, Einfälle wahrzunehmen, zu unterscheiden und zu verbinden; Ergebnisse zu erkennen und festzuhalten; und das heißt: miteinander zu reden, einander zuzuhören, und zu versuchen, sich gegenseitig zu verstehen – gerade dann, wenn Unterschiede deutlich werden. Dies schließt experimentelle Phasen ein, die im Vergleich zu einem scheinbar ,geradlinig‘ angelegten Informations-bzw. Vermittlungsprozess als Neben-, Seiten-oder Umwege erscheinen mögen, aber doch sehr wichtig sind, um Gemeinsamkeit und Neues entstehen zu lassen“ (Quelle)

Oskar: Ein Beispiel für einen digitale Lernbegleiter

Ein aktuelles Beispiel für einen digitalen Lernbegleiter ist zum Beispiel „Oskar“, der Ausbildungs-Avatar der REWE Markt GmbH. Er ist unter anderem auf dem Lernpfad zu sehen und zeigt den Auszubildenden mit seinem Einkaufswagen, an welcher Stelle sie sich gerade im Lernprozess befinden. Oskar ist aber auch die Hauptfigur einzelner E-Learnings und erkundet gemeinsam mit den Azubis beispielsweise die Obst- und Gemüseabteilungen im Markt – oder aber er engagiert sich mit Fotos und Beiträgen in der Avendoo® Community. Auf diese Weise erzeugt die REWE Markt GmbH einen digitalen Avatar, der als ständiger Begleiter mit Rat und Tat zur Seite steht und die Auszubildenden während ihrer gesamten Ausbildungszeit begleitet. Das sorgt nicht nur für eine stärkere Identifikation mit den Inhalten, sondern auch für einen Spaßfaktor, der beim Lernprozess nicht fehlen darf. Nicht zuletzt sorgt diese emotionale Art der Lernbegleitung und Wissensvermittlung natürlich auch für Abwechslung und frischen Wind im E-Learning.

Lernpfad Design REWE Markt GmbH

Die Herausforderungen bleiben gleich

Ob der Lernbegleiter und die Aus- und Weiterbildung aber nun digital oder „analog“ stattfindet – fest steht, dass beide Lernformen vor den gleichen Herausforderungen stehen: Lernmotivation und Aufrechthalten der Konzentration, Unterrichtsmaterialien und Unterrichtsformen, die zur Zielgruppe passen, methodische und didaktische Konzepte, individuelle Betreuung und individuelle Lernhilfen. Je besser diese Herausforderungen gemeistert werden, desto größer der Lernerfolg.

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


Siehe dazu auch:

Gamification – ist Spielen das neue Arbeiten?

Gamification und Avendoo

© redkoala

Mit Gamification zum Lernerlebnis

Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten oder virtuelle Güter – Gamification hat viele Ausprägungen. Immer häufiger werden diese spielerischen Elemente auch in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt, weil sie für einen zusätzlichen Motivations-Schub bei den Mitarbeitern sorgen und Gehirn-Gerechtes Lernen unterstützen. Aber ist Spielen wirklich das neue Arbeiten?

Was ist Gamification überhaupt?

Als Gamification wird die Anwendung von spieltypischen Elementen und Prozessen in einem spielfremden Kontext verstanden. In diesem Zusammenhang fällt auch oft der Begriff “Serious Games”. Dieser bezeichnet ebenfalls digitale Spiele, die aber nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern auch einen Lerneffekt haben.

Wie anfangs bereits erwähnt können bei Gamification dann zum Beispiel Punkte oder Münzen für korrektes Verhalten  (richtig beantwortete Fragen) erspielt werden und durch die Anordnung in einer Rangliste, wird darüber hinaus der Wettbewerbsgedanke verstärkt. Der Trick dahinter: Jeder Erfolg wird belohnt. Und jede Belohnung motiviert zum Weitermachen. “Wenn wir ein Gefühl entwickeln, fällt uns das Lernen leichter. Es ist einfacher, Wissen aufzunehmen. Spielen ist ein wichtiges Mittel, denn wenn wir spielen, haben wir Spaß. Es ist angenehm, wir gewinnen, wir verlieren, wir fühlen etwas. Deshalb ist das eine effektive Methode”, sagt Sophie Romano, Organisatorin der Videospiel-Messe „Serious Game“.

Der eigentliche Lerninhalt, der auf den ersten Blick vielleicht monoton und kompliziert wirken mag, wird durch die Aufbereitung mit spielerischen Elementen für den Lernenden auf eine einfache und amüsante Art zum Lernen aufgewertet, sagt auch der Highschool Lehrer Shawn Young: „Spiele sind exzellente Träger für Motivation. Was als eine äußerliche Motivation anfängt (das Spiel gewinnen), wird oft und schnell eine innere Motivation (spielen zum Spaß) […] Die Mechanismen, die benutzt werden, um Videospiele so fesselnd und spaßig zu machen – nämlich die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, die Wahrnehmung von Kompetenz und Entwicklung bedeutungsvoller Beziehungen – sind die gleichen Mechanismen, die Lernsituationen motivierend machen. Wenn man „gut designte“ Gamification-Mechanismen mit Lernerfahrungen verbindet, ist es möglich Belohnungen und Bestrafungen des Spiels in eine innere Motivation [zum Lernen] umzuwandeln.“ Ob Gamification allerdings auch langfristig einen motivierenden Charakter hat, ist bisher noch nicht ausreichend untersucht worden.

Die Herausforderung beim spielerischen Lernen

Münzen sammeln á la Super Mario ist aber nicht immer erfolgsversprechend. Das liegt daran, dass es nicht den einen Mitarbeiter gibt, sondern viele unterschiedliche Persönlichkeiten. Jede Person lernt anders und hat andere Anforderungen an den Lernprozess, daher wird auch nicht Mitarbeiter auf virtuelle Belohnungen anspringen. Stellen Sie sich daher schon früh die Fragen: Passt Gamification zu unserem Unternehmen? Zu dem Thema, das wir schulen möchten? Und passt es zu meinen Mitarbeitern?

Bedenken Sie auch den Spruch „Weniger ist mehr“. Werden alle Inhalte und der gesamte Schulungsprozess als Spiel dargestellt, geht die motivierende Wirkung verloren. Der Einsatz dieser Art der Wissensvermittlung sollte nur gezielt und nicht inflationär stattfinden.

Unterstützt Avendoo® den Gamification- Lernansatz?

Unser Slogan „Erlebe dein Wissen“ kommt nicht von ungefähr, deshalb lautet die Antwort: Ja. Aber geht man von dem klassischen Verständnis von Gamification bzw. Serious Games aus, dann bedarf es ein wenig Erklärung.

Wir unterscheiden zwei Dinge: Gamification in der Software Avendoo® und Gamification im eigentlichen Lerninhalt. Spielerisches Lernen besteht unserer Meinung nach nämlich aus zwei Merkmalen: 1. dem spielerischen Lerngedanken an sich und 2. dem Design.

Gamification in Avendoo®

Beispiel Lernpfad: Der Lernpfad, der dem Lernenden alle einzelnen Elemente anzeigt, die ein Kurs enthält (Lehrmittel, Wissenstest, Veranstaltung, …), kann ein- bzw. ausgeblendet werden.

Bei ersterem kommt der Design-Aspekt hinzu. Durch einen optisch ansprechenden Lernpfad, der sich verändernde Elemente enthält und den Lernfortschritt farblich kennzeichnet, wird der motivierende Aspekt von Gamification unterstützt. Ein weiterer Pluspunkt: Der Lernpfad sorgt dafür, dass der Lernende den Überblick behält und sich orientieren kann (mehr dazu).
Das Beispiel aus der Avendoo13-Bildwelt zeigt Ausschnitte aus einem Lernpfad mit einem Kontrollpunkt (1) und einer Aufgabenhürde (2). Je nach Bearbeitungsstand des einzelnen Inhalts (der Astronaut zeigt die aktuelle Position des Lernenden auf dem Lernpfad) verändert sich die Darstellung. Der Kreativität sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt, so dass Sie nur durch die Gestaltung der Elemente einen spielenden Charakter in Ihren Lernprozess integrieren können.

 

Wird der Lernpfad auf der Start- bzw. Hauptseite des Kurses ausgeblendet, entsteht an dieser Stelle Raum für ein individuelles Lernleitsystem. Hier können Landkarten, Büroräume oder kundenspezifische Szenen selbstständig und interaktiv erkundet bzw. bearbeitet werden, so dass ein Lernerlebnis entsteht.

Gamification als Lerninhalt

Lerninhalte sind die einzelnen Bausteine, die ein Lernender absolvieren bzw. bearbeiten muss, um einen Kurs erfolgreich abzuschließen. Das können zum Beispiel Wissenstests, Lehrmittel, Veranstaltungen oder Feedbacks sein. Gerade Wissenstests bieten die Möglichkeit, den Gamification-Ansatz zu stärken: am Ende eines Tests könnten z.B. die erreichten Punkte individuell gestaltet werden und das eigene Ergebnis im Verhältnis zu den Kollegen angezeigt werden.

Ein weiteres Beispiel: Als Bestätigung für das Bestehen eines Kurses haben Sie die Möglichkeit, Zertifikate zu erstellen. Wie wäre es, wenn Sie diese einfach Urkunden oder Auszeichnungen nennen und grafisch aufpeppen?

Unser Slogan „Erlebe dein Wissen“ soll für ein Umdenken im Kopf sorgen, denn: Nahezu jeder Inhalt kann ansprechend aufbereitet werden – dazu braucht es nur ein wenig Kreativität (… und nicht zwingend Gamification oder Serious Games).

Ist Spielen also das neue Arbeiten?

Ja und Nein.  Dass durch Spaß am Lernen ein besseres Verständnis und somit ein Mehrwert für Ihr Unternehmen erzeugt wird, steht außer Frage. Aber auch hier gilt: Legen Sie erst fest, welche Inhalte Sie vermitteln wollen und legen Sie erst danach die Methode fest. Auf Biegen und Brechen ein Thema in den Gamification-Ansatz zu zwängen verfehlt das eigentliche Ziel: Ihre Mitarbeiter sollen etwas lernen. Außerdem sollten Sie sich die Frage stellen, ob Gamification überhaupt zu Ihrem Unternehmen und zu den Mitarbeitern passt, die Sie schulen möchten. Neben Punkten und Highscores gibt es nämlich auch noch unzählige andere Möglichkeiten, Ihre Lerninhalte attraktiver zu gestalten.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


Weblinks:

Mit Lernleitsystemen das Ziel vor Augen

Lernleitsystem Lernpfad Trainingsplan AvendooWas ist ein Lernleitsystem?

Ein Lernleitsystem ist eine grafische Aufbereitung des Lernprozesses. Es zeigt dem Lernenden, an welchem Punkt er sich momentan befindet und welche Aufgaben auf ihn zukommen. In Avendoo® wird ein solches Lernleitsystem durch den sogenannten Lernpfad und individuelle Trainingspläne realisiert. Durch sie weiß der Lernende immer genau, welche Schulungsinhalte als nächstes möglich sind, wie weit es bis zum Ziel ist und welche Aufgaben für ein erfolgreiches Beenden notwendig sind.

Lernpfad und Trainingsplan:
So funktionieren die Avendoo® Lernleitsysteme

Ein Lernleitsystem ist also die visuelle Aufbereitung des Verlaufs von Lerninhalten. Es sorgt während der Bearbeitung eines Kurses dafür, dass die Lernenden geführt werden und den Lernprozess kontrolliert durchlaufen. Darüber hinaus sorgt die grafische Darstellung für eine klare Strukturierung.

Was ist ein Lernpfad?

Der Lernpfad ist ein zentrales Element in Avendoo, das immer zum Einsatz kommt, wenn Sie einen Kurs erstellen möchten. Haben Sie alle Inhalte für eine Schulung erstellt, können Sie diese per Drag-and-Drop auf den Lernpfad ziehen und hin und her schieben, bis sie in der gewünschten Bearbeitungsreihenfolge sind. Das Lernleitsystem zeigt dem Lernenden dann später, welcher Inhalt in welcher Reihenfolge bearbeitet werden soll. Nach der Anordnung der Inhalte können Sie den Kurs zur Bearbeitung freigeben.

Kurse miteinander verknüpfen: Der Trainingsplan

Trainingspläne sind für komplexe Lernprozesse geeignet, denn auf ihnen werden gleich mehrere Kurse angeordnet und miteinander verbunden. Wenn Sie beispielsweise einen Trainingsplan zum Thema „Arbeitssicherheit“ erstellen möchten, dann könnten darauf unter anderem einzelne Kurse mit den Themenschwerpunkten „Gesetzgebungen“ oder „Arbeitssicherheit im Unternehmen“ angeordnet sein. Die Kurse haben Sie zuvor wiederum mit Hilfe des Lernpfades erstellt. Auch hier sorgt der Trainingsplan als  Lernleitsystem für mehr Übersichtlichkeit und durch die grafischen Verbindungen der Kurse, kann sich der Lernende besser orientieren.

 

 

Tipps für die Kursgestaltung

Gibt es bestimmte Regeln, um Inhalte für solche Lernleitsysteme zu gestalten? Eigentlich nicht! Sie können Ihre Inhalte wie immer gestalten, denn das Lernleitsystem greift erst danach. Denn erst durch die Anordnung der einzelnen Lernobjekte bzw. Kurse, die gleichzeitig die empfohlene Bearbeitungsreihenfolge für den Lernenden darstellen, wird aus einem „langweiligen“ Inhaltsverzeichnis eine ansprechende Visualisierung – und die verschafft wiederum einen besseren Überblick.

Bauen Sie zum Beispiel auch Hürden in den Lernpfad mit ein, um Kontrollpunkte zu definieren. Wenn Ihre Lernenden bestimmte Aufgaben vor der Hürde absolvieren, werden diese freigeschaltet. Ideal für fortgeschrittene Lerninhalte oder Feedbacks nach Veranstaltungen.

Lernleitsysteme motivieren Ihre Lernenden

Wir, als Homo Sapiens, besser bekannt als Menschen, haben immer das Bedürfnis aufzuräumen und zu vervollständigen. Ja, auch wenn manche Studentenbude wie ein Saustall aussieht haben wir das Bedürfnis Dinge „ordentlich“ zu machen. Was ist ordentlich? Ein gutes Beispiel für dieses Prinzip ist das Spiel TETRIS, in dem wir immer wieder versuchen perfekte Reihen zu bauen, um Punkte für sie zu bekommen – ziemlich „sinnfrei“, aber zu seiner Zeit sehr „suchtgefährdend“. Ein Lernleitsystem ist genau aus diesem Grunde motivierend. Natürlich gibt es Lernern eine bessere Übersicht der Lerninhalte, aber gleichzeitig hat der Lerner kleine visuelle Erfolgserlebnisse, wenn er Aufgaben löst und auf dem Lernpfad voranschreitet.

Ein Lernleitsystem hilft auch dabei Informationen zu organisieren, den Verlauf zu überblicken und ein klares Ziel zu definieren. Wie wir schon in unserem Artikel zu den Learning Hacks geschrieben haben, sollten Sie auf Ziele setzen die SMART (spezifisch, messbar, akzeptiert, relevant, termingebunden) sind. Ein Lernpfad hilft dabei den Lernprozess zu visualisieren und erkennbar zu machen.

Jeder Lerner, der das erste Mal auf einem Lernpfad trifft, sieht genau, was notwendig ist, um den Kurs zu beenden. Er hat in den meisten Fällen ein Einstiegsmodul, lernt dann mit wissensvermittelnden Inhalten und trifft auf „Hürden“ wie Wissenstests oder Veranstaltungen, um sich auf dem Lernpfad weiter zu bewegen.

Die Herausforderung

Didaktisches Design ist wichtiger denn je. Wissen soll AKTIV angewendet werden und nicht nur träge im Kopf „abhängen“ ohne Verwendung zu finden. Damit Ihre Lerner nicht nur stumpf durch die Kurse rollen und dabei ein bisschen aus dem Fenster gucken, ist es wichtig die folgenden Punkte sicherzustellen:

  1. Praxisrelevanz
  2. Nachhaltigkeit
  3. Motivation

Durch Praxisrelevanz stellen Sie  sicher, dass Ihre Mitarbeiter nicht nur Zeit verschwenden, um träges Wissen anzuhäufen, sondern aktives Wissen erwerben, mit dem Probleme gelöst werden können. Diese Probleme beziehen sich auf Prozesse im Arbeitsalltag. Was ist träges Wissen? Träges Wissen sollte bei Ihren E-Learnings nie herauskommen. Ist dies doch die Beschreibung von Wissen, das nicht angewendet werden kann.

Nachhaltigkeit bei E-Learnings bedeutet, dass Sie Kurse mehrfach verwenden können, dass Wissen fest in Ihren Mitarbeitern verankert wird.

Motivation bei Ihren Lernern stellt sich ein, wenn Sie diese beiden Prozesse berücksichtigen und Ihre Lerner wissen, warum sie etwas machen. (Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte, die Motivation fördern können, aber das wäre länger als ein Buch und sprengt den Rahmen dieses Artikels). Ihre Lerner sollten im besten Fall das Wissen aktiv erarbeiten, damit sie später, im Ernstfall, das Steuer übernehmen können. Durch eine Visualisierung des Lernprozesses werden aus abstrakten Zielen, jenseits der Vorstellungskraft, strukturierte Aufgaben, deren Praxisbezug  besser erfasst werden kann.

 

Übertreiben wir? Vielleicht ein bisschen – aber, wie lange brauchen Sie um sich einen faktenschwangeren Text zu merken? 2 Minuten, 5 Minuten, 30 Minuten? Vergleichen Sie den Unterschied zwischen einem informationsüberladenen Text und einer Infografik mit vielen Daten und Fakten. Der Text ist schwer zu verarbeiten und zu verstehen. Eine Infografik hingegen schafft es dieses geballte Wissen zu strukturieren, visuell ansprechend aufzubereiten und macht es einfach memorierbar. Insbesondere der Überblick bei einer einfachen Liste ungeordneter Ziele geht schnell verloren und dieser ist bei einem Lernleitsystem immer gegeben.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan

Der Avendoo® RUN

Runnerspoint und Avendoo

RUNNERS POINT und Avendoo®

Beim Thema E-Learning möchte man anfangs verständlicherweise erst einmal testen, ob so eine Form der Aus- und Weiterbildung überhaupt Früchte trägt und von den Mitarbeitern akzeptiert wird. Daher fällt die Wahl vermutlich schnell auf ein Open-Source-System – eben die kostengünstige Variante, die notfalls auch schief gehen darf.

So auch bei RUNNERS POINT „Vor Avendoo® haben wir mit einem Open-Source System gearbeitet, das zwar von der Kostenseite sehr attraktiv war, allerdings unter anderem in der Administration nicht die von uns gewünschte Usability und Convenience mitbrachte. Die relativ große Menge an Content haben wir – ohne große methodisch-didaktische Aufbereitung – in einer statischen Online-Bibliothek abgebildet.“, erklärt Laura Benthack, Web- und Medienassistentin bei RUNNERS POINT.

Irgendwann stößt auch die beste Open-Source-Software an ihre Grenzen – und an dieser Stelle trat Avendoo® zum Vorschein. „Die einfache und bequeme Administration hat uns überzeugt. Ein weiterer Pluspunkt ist die personalisierte Lernumgebung für jede Mitarbeitergruppe. So erreichen wir wirklich alle Zielgruppen“. RUNNERS POINT hat deutlich mehr als 1.000 angemeldete Nutzer, denen sie unabhängig von Zeit und Ort attraktiv Wissen vermitteln können und sie somit nachhaltig schulen und weiterbilden. „Dadurch reduzieren wir unter anderem Präsenztage auf Veranstaltungen. Neben dieser Ressourcenersparnis leisten wir auch einen kleinen ökologischen Beitrag: eLearning bedeutet weniger Printprodukte und damit am Ende auch weniger Papiermüll.“ Ausschlaggebend für den Wechsel waren aber auch Aspekte wie die Mobilfähigkeit, die möglichen Schnittstellen zu anderen Systemen und die einfache Überwachung und Validierung der Lernfortschritte.

Fazit?

„Avendoo ist ein All-in-One Paket! Für uns sind die individuell dargestellten Lernpfade und Trainingspläne für jeden Mitarbeiter ganz besonders reizvoll. Es gibt noch individuelle Kleinigkeiten, die verbessert werden können, jedoch ist Magh und Boppert auch in dieser Hinsicht ein guter Ansprechpartner.“

Werfen Sie einen Blick auf das Ergebnis der Schulung:

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan