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Mobile Learning vs. Work-Life-Balance

So passt immer verfügbare digitale Weiterbildung in unseren Alltag

Dank E-Learning und Co. haben wir quasi immer und überall Zugriff auf Lerninhalte und sind immer erreichbar. Aber wie beeinflusst dieser Umstand unsere Balance von Arbeit und Privatleben? In unserem neuesten Artikel wollen wir Ihnen einen Überblick und wertvolle Tipps zur Erhaltung dieses Gleichgewichts geben. Vorher wollen wir aber klären, was die beiden Begriffe „Mobile Learning“ und „Work-Life-Balance“ überhaupt bedeuten.

Work-Life-Balance: Das gesunde Gleichgewicht von Arbeit und Privatleben

Work Life Balance

„Work-Life-Balance“ beschreibt das Gleichgewicht von Arbeits- und Privatleben

In Zeiten, in denen 50-Stunden-Wochen und Burn Out allgegenwärtig sind, hat das Thema „Work – Life – Balance“ höchste Relevanz. Der Begriff beschreibt das gesunde Gleichgewicht von Beruf und Privatleben. Er behandelt zum Beispiel die Frage, ob mir neben der Arbeit genug Zeit für Hobbies, Freunde und Familie bleibt. Dabei muss mit besagter Balance sicherlich keine 50:50-Aufteilung gemeint sein. Diese lässt sich zum einen ohnehin in den meisten Fällen nicht umsetzen. Und zum anderen hängt die Balance auch stark von der subjektiven Wahrnehmung des Einzelnen ab. Wichtig ist ein empfundenes Gleichgewicht, bei dem keiner der beiden Teilbereiche zu stark vernachlässigt wird. Neben Arbeit und Beruf sollte also noch genügend Zeit für andere Dinge bleiben. Umgekehrt sollen natürlich auch Beruf und Bildung nicht unter den eigenen Freizeitaktivitäten leiden.

Mobile Learning: Lernen wann und wo ich will

Auch das Thema Mobile Learning ist in aller Munde. Quasi jeder von uns nutzt regelmäßig ein Smartphone und auch vom Arbeitgeber gestellte Geräte sind längst keine Seltenheit mehr. Das heißt auch: Für die berufliche Weiterbildung gibt es kaum noch Grenzen. Häufig wird vom Arbeitnehmer sogar erwartet, Lerninhalte und Weiterbildungsmaßnahmen außerhalb der regulären Arbeitszeit oder nach Feierabend zu behandeln. Darüber hinaus sind zeitgemäße Lerninhalte optimal an die Mobilgeräte angepasst, sodass es immer selbstverständlicher wird, diese nicht mehr nur am Arbeitsplatz zu konsumieren. Das kann zu mehreren Problemen führen: Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben, zwischen „Work“ und „Life“ können leichter verschwimmen und auch auf das eigene Umfeld kann dies Einfluss nehmen.

Gönnen Sie sich Ruhe. Mit festen Zeiten für’s Lernen klappt es auch mit der Balance.

So fällt es nicht schwer, schnell ein Konfliktpotenzial zwischen den beiden Begriffen „Mobile Learning“ und „Work-Life-Balance“ zu erkennen. Wie soll man noch genügend Zeit zur Erholung finden, wenn nach Feierabend die nächste Lerneinheit schon auf dem Smartphone wartet? Dass sich diese beiden Themen trotzdem miteinander vereinbaren lassen, wollen wir Ihnen im Folgenden zeigen.

Klare Strukturen, bessere Inhalte – Tipps für Work-Life-Balance und Mobile Learning

Ein simpler und erster Ansatz, Mobile Learning für die Arbeit und das Privatleben vereinbar zu machen sind klare Regelungen und zeitliche Strukturen. Dabei sollten Fragen wie „Wie viel Zeit muss ich im Monat für das Lernen aufwenden?“ oder „Ist Lernzeit gleich Arbeitszeit?“ zwischen Arbeitnehmer und -Geber einvernehmlich geklärt sein. Ebenso, wie sich mit Arbeitgebern klare Strukturen schaffen lassen, funktioniert dies auch mit Ihrem privaten Umfeld.

Die Zeit, die Sie mit Ihren Kindern verbringen, soll nicht unter dem mobilen Lernen leiden. Legen Sie also gemeinsam mit Ihren Angehörigen fest, wann Sie zu Hause Zeit mit Weiterbildung oder anderen Arbeitsthemen verbringen. Wichtig ist natürlich, sich dann auch daran zu halten. Nach ein oder zwei Wochen können Sie außerdem reflektieren, ob Sie und alle Beteiligten mit der Aufteilung zufrieden sind.

 

Beispiel gefällig?

Die Wissenschaftlerin Catherine A. Middleton berichtet von einem kuriosen Fall im Rahmen einer Studie: Das Kind eines Teilnehmers habe dessen Mobiltelefon sogar in die Toilette befördert, da dieser damit zu viel Arbeitszeit mit nach Hause brachte.1

Aber auch die Lerninhalte an sich können viel zur Work-Life-Balance beitragen. Kurze Lerneinheiten oder sog. Lernnuggets können hier eine Lösung sein. Lerninhalte, die nur wenige Minuten vom Lernenden fordern, lassen sich in Kombination mit Mobilgeräten nämlich deutlich leichter im Alltag unterbringen als „klassische“ Lerneinheiten. Ein drei-minütiger Lerninhalt auf dem Smartphone passt nämlich hervorragend in die nächste Fahrt mit der Bahn, die Wartezeit an der Bushaltestelle oder auch in die Werbepause der Lieblings-TV-Sendung am Abend.

Versuchen Sie das mal mit langwierigen Desktopinhalten! Nutzen Lernende solche sonst ungenutzten Pausen innerhalb des Alltages, hilft das der Work-Life-Balance schon enorm, da effektiv keine Freizeit verloren geht. So kann Mobile Learning einen positiven Beitrag zur Balance leisten.

Was kann ich als Trainer oder Arbeitgeber beitragen? E-Learning als Chance für eine bessere Balance

Nicht nur die Lernenden selbst können dazu beitragen, dass die Work-Life-Balance stimmt und das Lernen nicht als Belastung wahrgenommen wird. Ebenso sind Trainer, Coaches, Autoren und Arbeitgeber hier in der Pflicht. Das probateste Mittel sind hier, so simpel es klingen mag, Lerninhalte die Spaß machen. Methoden des E-Learning wie Gamification oder ein aktives Storytelling steigern nämlich nicht nur den Lernerfolg. Sie sorgen auch für motivierte Lerner und bessere Inhalte. So wird das Lernen für den Job auch nach Feierabend nicht zur müßigen Fleißaufgabe.

Mit den richtigen Tipps lassen sich Mobile Learning und Work-Life-Balance sehr gut vereinbaren.

Mit den richtigen Tipps lassen sich Mobile Learning und Work-Life-Balance sehr gut vereinbaren.

E-Learning Autoren erhalten durch Mobile Learning ebenfalls mehr Möglichkeiten, Inhalte komfortabler zu vermitteln. Dank auf Mobilgeräte angepasste Kurse und Lernnuggets muss es nicht immer die zeitaufwendige Präsenzschulung sein. Das spart Lernenden und Lehrenden Zeit, die für andere Dinge bleibt.

Mobile Learning und Work-Life-Balance: Nicht gegen, sondern miteinander

Zurück zu unserer Ausgangsfrage: Wie lassen sich eine gesunde Work-Life-Balance und Mobile Learning miteinander vereinbaren? Letztlich ist dies gar nicht so schwer. Ein paar klare Regelungen zwischen Lehrenden, Lernenden und privatem Umfeld stellen eine gute Grundlage. Wenn man dann noch durch die mobile Verfügbarkeit der Lerninhalte Wartezeiten wie in Bus und Bahn sinnvoll nutzt, können sich Arbeits- und Privatleben gut die Waage halten. Bilden darüber hinaus noch unterhaltsame Inhalte das i-Tüpfelchen, dann steht der Work-Life-Balance nichts mehr im Weg.

Ein Blog-Beitrag von Hendrik Lüken

 


1Middleton, Catherine A. (2007): Do Mobile Technologies Enable Work-Life Balance? Dual Perspectives on BlackBerry Usage for Supplemental Work. Online verfügbar unter: https://www.researchgate.net/publication/305650682_Do_Mobile_Technologies_Enable_Work-Life_Balance_Dual_Perspectives_on_BlackBerry_Usage_for_Supplemental_Work.

Siehe dazu auch:

www.lernen.net/artikel/work-life-balance-tipps-uebungen-1168/

www.sueddeutsche.de/karriere/lernen-fuer-den-job-reine-privatsache-1.3647594

Bildquellen:

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Teil 2: User-generated content 2.0 – Wenn Lernende das Lernen gestalten

Das richtige Zusammenspiel von Autoren, Usern und Lerninhalten

Es ist Zeit für User-generated content 2.0! Warum? Das beleuchten wir im zweiten Teil unseres Blogs. Den ersten Teil noch nicht gelesen? Den gibt es HIER.

Im ersten Teil haben wir untersucht, was User-generated content auszeichnet und warum wir im Alltag häufig damit in Kontakt kommen, bei der Arbeit aber eher nicht.

Dass es für die verschiedensten Problematiken bei der Umsetzung von User-generated content in Unternehmen auch Lösungen gibt, wollen wir Ihnen jetzt zeigen. Denn auch in der digitalen Aus- und Weiterbildung sind Inhalte von Lernenden für Lernende möglich. Mit Gamification, einzigartigen Lernwelten oder didaktisch fokussierten Formaten zeigt die Branche, dass sie offen für Innovationen ist. Und auch Communities sind in der Weiterbildung ganz sicher kein Fremdwort. Trotzdem können Unternehmen hier noch einiges herausholen. Wie das funktionieren kann und was User-generated content 2.0 bedeutet, schauen wir uns nun gemeinsam an:

Wissensaustausch aktivieren über die Community

Essentiell für User-generated content ist eine aktive Community. Das konnten wir bereits im ersten Teil des Artikels feststellen. Und auch für Unternehmen bietet das soziale Netzwerken viele Vorteile. Nicht nur profitiert die interne Kommunikation und die Unternehmenskultur von einer eigenen Community. Auch für die Lernkultur ist sie unverzichtbar.

Social Media Community in Avendoo

Bringen Sie Ihre Mitarbeiter in einer Community zusammen – dann ist der erste Schritt zu User-generated content 2.0 schon getan

Ihre Mitarbeiter können sich darüber zu Lerninhalten austauschen, einander Tipps geben oder Fragen beantworten. Zusätzlich kommen Information viel schneller von A nach B. Zeitgleich ist damit der erste Schritt zu User-generated content bereits getan. Denn schon ein hilfreicher Tipp in Ihrem Netzwerk ist im Grunde ein vom Nutzer erstellter Inhalt – für den Sie nicht einmal zusätzliche Autorenrechte verteilen müssen. Solche ersten Erfahrungen in Ihrer Lernkultur senken nebenbei auch noch die Hemmschwelle für den Nutzer, komplexere Inhalte zu posten. So machen Sie sich die Vorteile von Social Media auch bei der Arbeit und im E-Learning zu Nutze.

Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, überhaupt über eine aktive Community zu verfügen. Das erreichen Sie auf zwei Wegen am besten: Stellen Sie erstens sicher, dass Ihre Lerner einen Mehrwert aus der Community ziehen können. Das schaffen Sie zum Beispiel, indem Sie relevante Informationen zum Arbeitsalltag, zu wichtigen Terminen oder zu Ihrem Unternehmen über die Community veröffentlichten. Zweitens sollten Sie mit gutem Beispiel vorangehen, indem Sie selbst aktiv werden. Lassen Sie einfach selbst hier und da mal einen „Like“ da. Teilen und posten Sie selbst Feedback und hilfreiche Infos für Ihre Lernenden. Kurz: Nehmen Sie am gegenseitigen Austausch teil. So stellen Sie sicher, dass sich der Besuch von Forum und Co. für Ihre Mitarbeiter lohnt und Sie zeitgleich mit gutem Beispiel vorangehen.

Übrigens: Auch die Möglichkeiten, Likes und Kommentare zu hinterlassen sind erste einfache Schritte, Ihre Mitarbeiter zu aktiven Usern zu machen!

Community mit Mehrwert leicht gemacht

Ihre Community machen Sie schon dann attraktiver für Ihre Nutzer, wenn Sie Ankündigungen und Termine zentral dort veröffentlichen. Das vermindert die „E-Mail Flut“ und schafft durch eine zentrale Informationsquelle ganz einfach einen Mehrwert.

 

Auf die richtige Komposition kommt es an

Jetzt wissen wir, wie man seine Mitarbeiter zu Usern machen kann. Aber wie mache ich sie zu Erstellern von E-Learning Inhalten? Auf den ersten Blick geht es hier oft nicht weiter, da viele Unternehmen die Rechte in der E-Learning Software ungern pauschal an alle Nutzer weitergeben. Soweit logisch, führt aber zu folgendem Resultat: Lerninhalte werden in separaten Abteilungen erstellt und durchlaufen langwierige Erstellungsprozesse. Um diese Problematik aufzulösen hilft es, sowohl E-Learning content als auch User-generated content weiterzudenken. Damit kommen wir nun zu User-generated Content 2.0 : In diesem Modell müssen Ihre User die Lerninhalte gar nicht von Grund auf selbst erstellen – das Zusammenstellen der Inhalte macht den kreativen Prozess aus.

Das hat drei entscheidende Vorteile:

Komposition von Lerninhalten funktioniert im User-generated Content 2.0 wie in einem Orchester.

Gute Contents lassen sich mit Musikern in einem Orchester vergleichen. Richtig gut klingt es erst im Zusammenspiel.

1. Sie und Ihre Autoren müssen die Inhaltserstellung nicht aus der Hand geben und behalten den Überblick.

2. Dadurch, dass Ihre Anwender Inhalte auswählen, bewerten und zusammenstellen, verbessert sich die Qualität und der praktische Nutzen der Lerneinheiten.

3. Ihre User müssen keine vollwertigen Autoren sein, um einen Teil zur Lernkultur beitragen zu können.

Dieser Ansatz von User-generated content 2.0 lässt sich quasi mit einem Orchester vergleichen: Jedes einzelne Instrument funktioniert an sich auch allein, so richtig toll klingt alles aber erst im Zusammenspiel. Das gilt auch für einzelne Lerninhalte, die erst in abwechslungsreicher Komposition den vollen Lerneffekt bringen. Und jeder Teilnehmer liefert einen wichtigen Beitrag zum Ganzen. Es braucht also nicht immer Hochglanz-Inhalte, um wirkungsvolle Lerneinheiten zu schaffen!

Geben Sie Ihren Nutzern Freiheiten – und profitieren Sie davon

In der Praxis gibt es mehrere Wege, diese Idee umzusetzen. Simpel angefangen bei einem Katalog, der Inhalte nach Bewertungen durch die User ordnet bis hin zu kompletten Trainingsplänen, die von Usern zusammengestellt werden. Grundlage dazu bildet auch hier die bereits erwähnte Community. Diese bestimmt ganz wie im Social Media die Relevanz und die Reichweite von Inhalten – in diesem Fall von Lerninhalten. Im Kern profitiert User-generated content 2.0 von den Erfahrungen, die Ihre Nutzer bereits gemacht haben. Vom hilfreichen Wiki-Beitrag aus dem Netz bis zum favorisierten Web Based Training – lassen Sie sich von Ihren Lernenden erzählen, was sie zum Lernen motiviert. So erhalten Sie auf einfache Art und Weise und zielgruppenorientiert Best practice-Beispiele der digitalen Aus- und Weiterbildung.

Ein Trainingsplan kann nicht nur das passende Setting liefern, sondern auch Lerninhalte in eine logische Abfolge bringen

Ambitionierte Lernkulturen können natürlich noch weiter gehen. Foren, Wikis oder Lerntagebücher sind einfache Mittel, Ihre Mitarbeiter direkt Inhalte erstellen zu lassen. Aber User-generated content 2.0 kann noch viel mehr bedeuten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Kreativ-Workshop, indem Ihre Autoren mit einigen aktiven Nutzern gemeinsam praxisnahe Lerninhalte ausarbeiten? Oder gleich ganze Workshop-Tage, an denen Ihre erfahrenen Mitarbeiter als User komplett eigene Lerninhalte für neuere Kollegen erstellen? Stoßen Sie die Tür für User-generated content 2.0 auf und erfahren Sie, was eine funktionierende Lernkultur ausmacht. Ganz einfach, indem Sie Ihre Lerner fragen.

Ein Blog-Beitrag von Hendrik Lüken

 


Siehe dazu auch:

C. Wyrwoll: Social Media. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2014.

Lee, McLoughlin: Teaching in the Web 2.0 Era. Online verfügbar unter: http://itdl.org/Journal/Oct_07/article02.htm

Bildquellen:

Unsplash, CC0 License: https://unsplash.com/photos/lqdrW2O-GKA

Pixabay, CC0 License: https://www.pexels.com/photo/blur-business-close-up-composition-269451/

Teil 1:  User-generated content 2.0 – Wenn Lernende das Lernen gestalten

Was E-Learning vom Social Media lernen kann

Web 2.0 kennen Sie, richtig? Das Schlagwort, das insbesondere die Interaktivität des Internets und seiner Nutzer hervorhebt. Und eigentlich schon wieder ein alter Hut ist. Und dasselbe gilt ebenso für viele damit verbundene Begriffe wie den User-generated content, von Webnutzern erstellte und veröffentlichte Inhalte. Für die meisten von uns ist es eben schon alltäglich, in Social Media und Co. Inhalte von anderen Nutzern zu konsumieren, zu teilen oder auch selbst welche zu erstellen. Aber wenn das Thema doch schon längst Alltag ist, warum kommen wir jetzt nochmal damit um die Ecke?

E-Learning kann vom Web noch viel lernen

Der Grund dafür ist ganz einfach: Denn bei der digitalen Aus- und Weiterbildung in Unternehmen ist User-generated content bisher nicht so alltäglich wie in vielen anderen Bereichen unseres Alltags. Während User auf YouTube, Instagram und Co. tagtäglich neue Inhalte zu unseren Hobbies und Interessen liefern, sieht das im eLearning anders aus. Und wir wollen betrachten, warum das so ist.

Do-it-yourself-Videos helfen u.a. Hobby Heimwerkern und sind ebenfalls User-generated content

Nur eines von vielen Beispielen für User-generated content: Do-it-yourself-Videos für Heimwerker

Was tun Sie zum Beispiel, wenn Sie ein neues Rezept, Heimwerkertipps oder ein Tutorial für irgendein anderes Problem aus dem Alltag benötigen? Richtig, Sie gehen ins Netz. Dort gibt es immer einen User, der schon dieselbe Frage hatte oder eine passende Lösung parat hat. Und durch YouTube-Videos, Internetforen oder Wikis war es nie leichter, Wissen und Inhalte zu finden, selbst zu erstellen und zu verbreiten.

Dabei könnte eLearning aber stark von Nutzerinhalten profitieren. So würde sich für Lernkulturen in Unternehmen zum Beispiel die Anzahl potenzieller Autoren stark erhöhen. Außerdem würden die Nutzer besser in die Lernkultur integriert und die theoretischen Inhalte von eLearnings würden einen stärkeren Bezug zur Praxis bekommen. Ganz so einfach ist es in Unternehmen bisher aber nicht. Hier gibt es meist feste Abteilungen, die Arbeitsanweisungen, Trainings und Lernplattformen erstellen und pflegen. Aus diesen kommen dann auch die Inhalte der E-Learnings. Oder es werden gleich Standardinhalte von externen Anbietern bezogen. User-generated content zu konsumieren ist für uns privat also alltäglich, bei der Arbeit aber häufig ein Fremdwort. Warum aber ist das so?

Passt User-generated Content zu Unternehmen?

Die Gründe für diese Diskrepanz sind vielfältig. Ein Hauptfaktor mag die starke Bindung von User-generated content zu Social Media sein. Faktoren wie Reichweite, Follower, Zielgruppen oder auch Likes spielen hier eine enorme Rolle. Popularität und Reichweite von Inhalten werden durch diese kurz und leicht formuliert. Hinzu kommt, dass Social Media sich durch eine hohe Aktualitäts-Relevanz auszeichnet, Stichwort Newsfeed. Was gestern in aller Munde war, interessiert morgen niemanden mehr.

Meinung per Klick

Likes und Co. werden auch als one-click-opinions, also als Meinungsäußerung per einfachem Klick bezeichnet.

Lernkulturen und -Inhalte in Unternehmen hingegen beanspruchen häufig viel Zeit in der Erstellung, Pflege und Kommunikation. Entscheidungen oder Inhalte müssen meist mehrere Arbeits- und Entscheidungsprozesse oder auch Abteilungen durchlaufen. Lerninhalte in Unternehmen brauchen (und nehmen sich) so einfach deutlich mehr Zeit, als der tagesaktuelle User-generated Content aus dem Netz.

Dadurch haben Sie es aber auch schwerer, die regelmäßige Aufmerksamkeit des Nutzers zu erlangen. Ein weiterer Unterschied: Die Macher hinter User generated Content sind Einzelpersonen und Fans einer bestimmten Sache oder Person. Sie haben eine emotionale Bindung zu Ihren Inhalten und Themen. Dass das nicht für jeden Arbeitnehmer und seine Arbeit gilt, leuchtet ein. Der Arbeitsalltag weckt nicht so einfach die Motivation der Nutzer wie es Inhalte zu Hobbies, aktuellen Themen oder die berühmt-berüchtigten Katzenvideos tun. Ja, auch das ist User-generated Content.

E-Learning und User-generated content – kann das funktionieren?

Wie bringe ich User-Content und E-Learning zusammen. Das schauen wir uns bald im zweiten Teil an.

In Unternehmen klicken Lernende sich oft durch alljährliche Schulungen zu Standardthemen wie Daten- oder Brandschutz, die immer wieder dieselben Inhalte aufrollen. Und auch wenn durchaus auch spannende Kurse und aktuelle Themen in Unternehmen per E-Learning vermittelt werden: Die Lernenden bleiben klassischer Konsument. Sie nehmen nur selten Einfluss darauf, wie Lernkulturen- und Inhalte aussehen. Viele Charakteristika des User-generated content scheinen zudem erstmal nicht zu Lernumgebungen in Unternehmen zu passen.

E-Learning in Unternehmen kann hier also noch viel von modernen Netz-Communities lernen. Ein Alarm-Signal? Und was ist jetzt eigentlich User-generated content 2.0? Das erfahren Sie im zweiten Teil unseres Artikels, in Kürze hier auf avendoo.de.

Ein Blog-Beitrag von Hendrik Lüken

 


Siehe dazu auch:

C. Wyrwoll: Social Media. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2014.

Lee, McLoughlin: Teaching in the Web 2.0 Era. Online verfügbar unter: http://itdl.org/Journal/Oct_07/article02.htm

Bildquellen:

Unsplash, CC0 License: https://unsplash.com/photos/lqdrW2O-GKA

Pixabay, CC0 License: https://www.pexels.com/photo/blur-business-close-up-composition-269451/

 

Working Out Loud

Wäre es nicht schön, wenn man bei der Arbeit nicht nur seinen Job macht, sondern dabei auch gleich die eigenen Kollegen weiterbringt? Und diese wiederum dasselbe für mich tun ? Dabei dann auch noch glücklicher mit seiner eigenen Tätigkeit zu sein klingt fast zu gut um wahr zu sein. Trotzdem möchte die kollaborative Methode „Working Out Loud“ genau das möglich machen.

Aber fangen wir von vorne mit der Grundidee von Working Out Loud, kurz WOL an. Denn die Methode für den gemeinschaftlichen Austausch und kollaboratives Arbeiten ist ursprünglich aus der Beobachtung von Problemen in Unternehmen und der Idee eines Mannes entsprungen.

Glücklicher Arbeiten mit Prinzip

Die Idee zu WOL kam John Stepper, unter anderem Gründer des Unternehmens Ikigai Press und Autor des Buches „Working Out Loud“. Er hatte als Angestellter selbst erfahren, wie Mitarbeiter durch starre Strukturen und mangelnden Austausch unzufrieden und dadurch auch unproduktiv wurden. Stepper beschäftigte sich aktiv mit diesem Problem, den Ursachen und auch Lösungsansätzen. Daraus erwuchs die Idee zu Working Out Loud. In seinem gleichnamigen Buch beschreibt Stepper, wie die Methode Unternehmensprozesse und allem voran die individuellen Mitarbeiter/Innen unterstützt, Hürden abzubauen und Wissen zu teilen.

Doch wie funktioniert diese vermeintliche „Wundermethode“ konkret? Um dies deutlich zu machen, hat Stepper fünf Grundprinzipien von WOL aufgestellt:

  • Relationships – Beziehungen aufbauen

    Eines der fünf Prinzipien von WOL: Wissen sichtbar machen

    Eines der fünf Prinzipien: Wissen sichtbar machen

  • Generosity – Großzügigkeit zeigen
  • Visible Work – Arbeit sichtbar machen
  • Purposeful Discovery – zielgerichtetes Arbeiten
  • Growth Mindset – Wachstum anstreben

Diese Prinzipien definieren WOL und stellen eine Art Handlungsrichtlinie dar. Außerdem gilt es, sich im Rahmen von WOL zu verdeutlichen, was die eigenen Ziele sind, welche Personen mit diesen im Zusammenhang stehen könnten und was man selbst anderen Personen bieten kann.

Wer die Methode bisher nicht kannte, weiß nun wahrscheinlich aber immer noch nicht, wie sie in der Praxis aussehen kann. Aus eben diesem Grund wird sie im Internet über offene Plattformen und Communities unterstützt. Als Guideline für WOL wurden zudem die sogenannten „Working Out Loud Circles“ geschaffen.

Zwölf-Wochen-Fitnessplan – die WOL Circles

Die Working Out Loud Circles nehmen Mitarbeiter und Unternehmen an die Hand und führen diese sicher in die Methode ein. Die Circles, deren Guide es neben einer englischen Version auch auf Deutsch gibt, fassen WOL in ein 12-wöchiges Programm mit regelmäßigen Meetings. Diese dauern ca. 60 Minuten und finden wöchentlich statt. Dieses Programm durchlaufen wiederum Gruppen von fünf Mitarbeitern. Jeder einzelne soll so mehr über das eigene Arbeiten erfahren und dieses Wissen auch gleich weitervermittelt. Gleichzeitig fließt so ein strukturierter Lernprozess in die Unternehmensabläufe ein.

Working Out Loud ist auch ein spannendes Element mit Blick auf Lernkulturen und kann diese sinnvoll ergänzen!

Die sogenannten Circles helfen dabei, die Meetings zu strukturieren und sind vor allem zu Beginn wichtig, um sich besser in die Methode einzufinden. Das Thema ist dabei frei wählbar. Die Teilnehmer können sich sowohl mit privaten als auch mit beruflichen Dingen befassen. Darum ist die Methode auch für interne Lernprozesse interessant. Durch den Austausch lernen die Mitarbeiter zum Beispiel, bewusster mit der eigenen Tätigkeit, Motivation und Beziehungen umzugehen. Da die Themenwahl bei WOL aber sehr frei abläuft, ist es für die Methode eher untypisch, dass Unternehmen die Themen vorschreiben. Daher müssen diese sich vorher verdeutlichen, wie viele Freiheiten und Arbeitszeit man den eigenen Mitarbeitern und der Methode gewähren möchte.

Das Mittel für motivierte Mitarbeiter?

Eine wirkliche Wundermethode will Working Out Loud dabei gar nicht sein. Viel mehr soll sie den individuellen Menschen unterstützen und ihn in seinem Schaffen glücklicher zu machen. Unternehmen und bestehende Strukturen sollen davon ebenso profitieren. Die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und der Austausch von Wissen soll besser strukturiert und zeitgleich intensiviert werden. Die positiven Effekte der Methode entstehen daher auch nicht durch unmittelbare Produktivitätssteigerung, sondern durch die „Nebeneffekte“ der regelmäßigen Zusammenarbeit und die Selbstreflexion. Das zeigt allein schon der Titel des zwölften Punktes

Fünf Menschen braucht es für Working Out Loud

Fünf Menschen. Viel mehr braucht es nicht für „WOL“.

des Circle Guides: „Reflektiere und feiere“. Aber ist die Methode wirklich so wirkungsvoll, wie sie im Internet präsentiert wird? Und lohnt es sich, sie in die eigene Lernkultur zu integrieren?

Working Out Loud auch für meine Lernkultur?

Diese Fragen scheinen kaum allgemein zu beantworten, da der wahrgenommene Erfolg vor allem vom einzelnen Teilnehmer abhängt. Wie sehr Unternehmen von den Effekten von WOL profitieren, ist noch schwerer zu beantworten. Vertrauen in die Methode kommt aber gerade in Deutschland von mehreren hochrangigen Unternehmen: Zur deutschen Working Out Loud – Community zählen nämlich Namen wie Audi, die Deutsche Bank, Daimler oder bereits seit der Anfangszeit der Methode auch Bosch.

Ob WOL auch für Ihr Unternehmen in Frage kommt, können und wollen wir Ihnen hier nicht pauschal beantworten. Dass der regelmäßige Austausch von Wissen aber positive Effekte auf Unternehmens- und eben auch Lernkulturen hat, ist eindeutig. Darum setzt auch Avendoo® auf Community-Tools und ein umfangreiches Blended Learning und Veranstaltungsmanagement: Denn auch Ihre Lernerfolge können über die Kollaboration und den Austausch in Gruppen einen deutlichen Schub erhalten. Diese Elemente sollten also in keiner Lernkultur fehlen!

Konnten wir Sie gespannt machen oder wollen Sie sogar Ihren eigenen Working Out Loud – Circle ausprobieren? Dann legen Sie doch einfach eine Veranstaltung in Avendoo® an, bringen vier Ihrer Kollegen in Ihrer Community zusammen, schnappen sich einen WOL Circle Guide und starten durch. Viel Spaß dabei!

Ein Blogbeitrag von Hendrik Lüken

Sie wollen mehr zu Kollaboration lesen? Dann schauen Sie doch mal HIER oder stöbern im Avendoo® Blog.

 

Quellen zu Working Out Loud:

The 5 Elements of Working Out Loud (Revisited): http://workingoutloud.com/blog/the-5-elements-of-working-out-loud-revisited

Circle Guides zu Working Out Loud: http://workingoutloud.com/circle-guides

Englische Seite zu Working Out Loud: http://workingoutloud.com/

Deutsche Seite zu Working Out Loud: http://workingoutloud.de/

 

Lernen im Internet der Dinge

Das Internet hat das „Ding“ für sich entdeckt. Das sogenannte Internet of Things oder Internet der Dinge beschreibt die Verbindung von Gegenständen und digitalen Daten nicht nur im Alltag, sondern auch in Unternehmen und der Industrie. Dadurch kommt es zu einem grundlegenden Wandel von Prozessen und auch dem Verständnis von Digitalität und Vernetzung. Warum diese Entwicklung auch die digitale Weiterbildung in Unternehmen grundlegend verändert, lesen Sie in unserem neuesten Avendoo® Blog:

Eine Innovation aus unserem Alltag

Smart Devices im Internet der Dinge

Smart Home Devices finden sich in immer mehr Haushalten und digitalisieren unseren Alltag

Das Internet der Dinge wirkt auf den ersten Blick wie ein relativ allgemeiner, fast schon nichtssagender Begriff. Aber wahrscheinlich ist jeder von uns schon einmal damit in Kontakt gekommen. Denn egal ob smarte Fitnessarmbänder, neueste Smart Home Devices von Amazon, Google und Co., die mit dem Smartphone verbundene Heizung oder digitalisierte Abläufe am Arbeitsplatz: Unser Alltag wird mehr und mehr von digitalen, „smarten“ Geräten geprägt, die sich immer nahtloser in unsere täglichen Abläufe einfügen. Die Anzahl dieser vernetzten Geräte oder „Dinge“ ist schon heute kaum noch zu überblicken, da es zum einen keine allgemein gültige Definition für dieses neue Internet of Things gibt und zum anderen, da immer mehr Unternehmen mit immer neuen Produkten und Ideen auf diesen Markt drängen.

Industrie 4.0 und Smart Factories

Smarte Prozesse und die Digitalisierung von Gegenständen sind Kernmerkmale des Internet of Things. Durch diese bieten sich nicht nur im Privatgebrauch und Haushalt neue Möglichkeiten, sondern auch für Unternehmen. Die erhalten durch das Internet der Dinge nämlich die Gelegenheit, Arbeitsabläufe oder Warenketten weiter zu automatisieren, zu individualisieren und zeitgleich zu beschleunigen. Aus diesem Grund hat sich auch dafür schon ein eigener Begriff gefunden: Industrie 4.0.

Industrie 4.0 umschreibt intelligente, vernetzte Fabriken, die durch digitalisierte Produkte und eine Verknüpfung von Produkt, Datenbank und Mitarbeitern Prozesse optimieren. Firmen, die hiervon Gebrauch machen, werden auch als Smart Factories bezeichnet.

Digital und physisch kommen zusammen – in der Smart Factory

Smart Factories verdeutlichen auf eindrucksvolle Art und Weise, wie das Internet of Things und Industrie 4.0 Arbeitsprozesse transformiert. So können zum Beispiel Produktionsketten deutlich variabler ablaufen: digitale Abbilder eines Produktes tragen dann alle relevanten Informationen, die über den weiteren Fertigungsprozess in einer Smart Factory entscheiden. Dieser kann individuell gestaltet werden, da nicht mehr das Fließband die Arbeitsschritte bestimmt, sondern das Produkt (das „Ding“, um bei unserer Begrifflichkeit zu bleiben). Fertigungsabläufe sowie Produkte werden folglich deutlich flexibler. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen, wie Smart Factories funktionieren können.

Futuristische Firma

Die Firma von morgen sieht vielleicht nicht immer so futuristisch aus wie hier im Bild, dafür zeichnet sie sich durch smarte Arbeitsprozesse aus.

Durch diese neue Form der Industrie stehen die Unternehmen aber auch zeitgleich unter hohem Druck: Wer gar nicht oder unvorbereitet auf die neuen Entwicklungen reagiert, läuft Gefahr hinter die Konkurrenz zu fallen. Das Internet der Dinge ist also definitiv eine Pflicht und keine Kür! Spätestens an dieser Stelle wird daher auch das Thema eLearning im Kontext von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge wichtig.

Über das Internet der Dinge lernen

Mit dem Internet of Things kommen auch auf das Feld des eLearning sowohl spannende Aufgaben als auch viele neue Möglichkeiten für Lernprozesse zu. Denn die sich immer schneller entwickelnden Arbeitsprozesse fordern auch eine angepasste Entwicklung des Personals. Daher wollen wir nun die Rolle digitaler Weiterbildung im Internet der Dinge genauer beleuchten.

eLearning in der Pflicht?

Mit Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge nimmt der Wandel von Arbeitsprozessen weiter Fahrt auf. Die Vorreiter dieser Entwicklung zeigen aber auch, dass der Mensch auch in modernen Firmen weiterhin eine wichtige Rolle spielt. So sind viele Smart Devices des Alltags auf die Nutzung durch den Menschen zugeschnitten und auch neue Arbeitsprozesse schaffen eher Erleichterungen für Mitarbeiter, statt diese zu ersetzen. Das Stichwort hier lautet nicht Einsparung, sondern Effizienz.

Um Mitarbeiter aber auf den Wandel hin zu smarten Produkten und Arbeitsabläufen vorzubereiten, muss schon heute die Grundlage dafür geschaffen werden. Wer seine Mitarbeiter jetzt auf den smarten Arbeitsplatz vorbereitet, überholt morgen die schlafende Konkurrenz. Und wie lassen sich digitale Themen besser schulen als mit digitalen Lernformaten wie Inhalten von Avendoo®?

Nicht nur sind digitale Lernformen ein nahe liegender Weg, für das Internet der Dinge zu schulen; eLearning kann auch selbst von der Vernetzung des Alltags profitieren. Wir verraten Ihnen wie:

Smartes Lernen mit dem Internet of Things

Die Vernetzung von Gegenständen geschieht im Internet der Dinge über den Austausch von Daten. Diese Daten werden meist nicht händisch eingepflegt, sondern von Sensoren, GPS und Co. erfasst, ausgewertet und wieder übermittelt. Außerdem spielen Geräte eine große Rolle, die mit Hilfe dieser Daten direkt auf andere Gegenstände und Geräte sowie die eigene Umgebung reagieren.

Smart Factory

Die rasante Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Zukunft im Internet der Dinge ist nicht allzu fern

Der dadurch entstehende stete Datenaustausch wird zukünftig auch für das eLearning interessant. Denn durch den dauernden Datenfluss weiß auch die Lernplattform der Zukunft, wer gerade Wissen zu welchem Arbeitsschritt benötigt. Lerninhalte lassen sich so gezielter und interaktiver in den Arbeitstag einbauen. So wird aus formellem Lernen ein Lernen „on the job“.

Das hilft sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern: Erstere erhalten das passende Know How genau dann, wenn Sie es brauchen und individuell auf Sie zugeschnitten. Letztere profitieren wiederum nicht nur von qualifiziertem Personal, sondern auch von effizienter genutzter Lern- und Arbeitszeit.

 

Eine gar nicht so ferne Zukunft

Einigen mag das jetzt als Zukunftsmusik erscheinen und diese haben damit nicht einmal Unrecht. Denn in der mittelständischen Firma von nebenan findet man heute mit gewisser Wahrscheinlichkeit weder eine Smart Factory noch eLearning im Internet der Dinge.

Trotzdem ist das Thema schon heute brandaktuell: Wie die Beispiele Smart Home Device oder Fitness-Armband aus den ersten Zeilen dieses Artikels zeigen, ist das Internet der Dinge schon im Alltag angekommen. Und wer nicht selbst ein smartes Gerät im Haushalt hat, kennt Alexa und Co. zumindest aus der Werbung. Daher ist es auch kein großer Schritt mehr in die breite Masse der Unternehmen. Zudem bringen diverse Firmen und Vorreiter des Internets der Dinge, wie es Google oder Amazon sind, die Entwicklung mit großen Schritten voran.

Das Internet der Dinge ist also schon lange bei uns angekommen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann auch Sie im Beruf damit konfrontiert werden. Wir sind gespannt und freuen uns auf spannende Lerninhalte und neue Entwicklungen für Ihre Lernerlebnisse mit Avendoo®.