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Wie Sie mit Learning Analytics Ihre Schulungen optimieren

Big Learning Data und der Lernprozess

Learning Analytics

© Maxie McCoy

Frau Weber hat 5 Versuche benötigt, um den Abschlusstest zur neuen Produkt-Schulung zu bestehen. Dabei hat sie vor allem für die dritte Frage des Tests deutlich mehr Zeit benötigt als ihre Kollegen. Ein Beispiel, das sowohl die Möglichkeiten als auch die Gefahren von Learning Analytics zeigt, denn die Interpretation der gewonnen Daten kann völlig unterschiedlich ausfallen. Es könnte sein, dass Frau Weber z.B. einen Anruf von einem Kunden erhalten hat, während sie die Frage beantwortet hat und sie aus diesem Grund mehr Zeit benötigt hat. Ebenso steht die Anzahl der Versuche in keinem Kontext – vielleicht hat Frau Weber zwar 5 Versuche benötigt, dafür war ihr Endergebnis und damit ihr Lernerfolg aber viel höher als bei den Kollegen.

Mit dem Erheben von personen- und inhaltsbezogenen Lernaktivitäten können Sie zum Einen den Lernfortschritt Ihrer Mitarbeiter überwachen und – z.B. im Fall von Frau Weber – rechtzeitig eingreifen, um Hilfestellungen zu bieten. Andererseits mahnen Datenschützer aber auch zur Vorsicht, denn das Erheben, Speichern und Auswerten von personenbezogenen Daten bedarf der richtigen Auswertung und Interpretation.

Mit Learning Analytics den Lerner unterstützen

Unter dem Begriff Learning Analytics wird eine Methode verstanden, mit der Unternehmen den Lernprozess analysieren und Lernaktivitäten nachvollziehen können. Jeder Lerner hinterlässt bei der Bearbeitung eines Lerninhalts „digitale Spuren“, sei es z.B. durch das Ankreuzen einer Antwortmöglichkeit oder durch die Verweildauer in einem Lehrmittel. Diese Informationen können mit einem Learning Management System bzw. dem darin integrierten Berichtswesen, aufbereitet, visualisiert, verwaltet und interpretiert werden. Dadurch erhalten die berechtigten Personen Einblick in Lernfortschritte und Interaktionen mit den Lerninhalten, so dass Sie beispielsweise die Qualität einzelner Lernbausteine optimieren können. Sinn und Zwecks der Datenanalyse ist es daher vor allem, den Lerner in seinem Lernprozess zu unterstützen und ein bestmögliches Lernerlebnis zu schaffen.

Das Potenzial von Big Learning Data nutzen

Die gewonnenen Kenntnisse über den Lernprozess sind aber auch dann hilfreich, wenn im Unternehmen immer wieder die Frage nach dem „Was bringt uns der Einsatz einer E-Learning Software?“ auftaucht. Learning Analytics liefert klare Belege für die Notwendigkeit der Personalentwicklung und zeigt aktuelle Schwachstellen sowie den Schulungsbedarf. Aus diesem Grund bezeichnet auch der NMC Horizon Report den „zunehmenden Fokus auf der Messung von Lernprozessen“ als mittelfristigen Trend für die betriebliche Aus- und Weiterbildung.

Die Datenmengen sorgen aber auch dafür, dass Druck sowohl auf die betroffenen Personaler als auch die Lerner selbst ausgeübt werden kann und die Daten überinterpretiert werden, um eine Leistungsbeurteilung des Mitarbeiters lediglich aufgrund der Lerndaten vorzunehmen. Am Beispiel von Frau Weber wird klar, dass eine Vielzahl an Schlussfolgerungen möglich ist, warum sie mehrere Versuche für den Test benötigt hat. Es darf aber auch nicht vergessen werden, diese eine Einzelergebnis in den Gesamtkontext einzuordnen. Dazu zählt auch das generelle Verständnis von Lernen: durch mehrfaches Üben (und somit zwangsweise auch durch das Scheitern und das Fehler machen) und durch die ständige Wiederholung wird der größte Lernerfolg erzielt, nicht durch das einmalige Durchklicken eines Kurses oder ein 100% richtiges Testergebnis.

Datenschutz und Learning Analytics: eine schwierige Kombination?

Nein, keinesfalls, denn durch verschiedene Rollen- und Berechtigungstypen ist es unter anderem möglich, nur bestimmten Personen den Zugang zu den lernbezogenen Daten zu ermöglich. Darüber hinaus dienen die Berichte in einem Learning Management System wie Avendoo® vor allem dazu, den Lerner zu unterstützen und zu fördern und dazu, die Qualität der Lerninhalte zu optimieren. Wird also z.B. eine Frage in einer Prüfung immer wieder falsch beantwortet, so kann dies ein Indiz dafür sein, dass die Fragestellung nicht konkret genug ist, der Kontext nicht stimmt oder die Übersetzung fehlerhaft ist. Anhand dieser Auswertung hat der Autor dann die Möglichkeit, seine Prüfung zu verbessern.

Learning Analytics sinnvoll nutzen

Die Frage nach dem Grad der Auswertung ist für Learning Analytics ein entscheidender Punkt, aus diesem Grund sollte auch – sofern vorhanden – der Betriebsrat zu diesem Thema informiert und von Anfang an eingebunden werden. Nur so kann Ängsten und Sorgen vorgebeugt werden und Klarheit in Bezug auf die gespeicherten Daten geschaffen werden. Daher ist frühzeitig zu klären, welche Daten tatsächlich nützlich sind, um den Lernprozess voranzubringen und welche nicht. Um Fehlentscheidungen und falsche Rückschlüsse auszuschließen, gehört zur Nutzung von Learning Analytics daher auch ein entsprechendes Vorwissen der verantwortlichen Personen und diese benötigen die Fähigkeit, große Informationsmengen kontextuell richtig interpretieren zu können.

Generell steht bei dem Thema Lernerfolgskontrolle noch die Frage im Raum, was mit den gewonnenen Erkenntnissen am Ende tatsächlich passiert. Das reine Erheben der Daten verfehlt den Zweck von Learning Analytics. Aus den Ergebnissen müssen konkrete Handlungsmaßnahmen abgeleitet werden, damit die Aus- und Weiterbildung dauerhaft optimiert und effizienter wird – sowohl für das Unternehmen als auch die Lerner.

Weitere Methoden der Lernerfolgskontrolle

Neben dem reinen Reporting gibt es noch weitere Möglichkeiten und Methoden, um mehr über den Lernprozess zu erfahren und um diesen optimieren zu können. So können zum Beispiel Interviews mit den Lernern durchgeführt werden oder aber es werden Frage- bzw. Feedbackbögen (siehe dazu: 11 Tipps für ein erfolgreiches Feedback) ausgearbeitet und den Lernern im Anschluss an einen Kurs zur Verfügung gestellt. Größter Unterschied: Bei diesen Möglichkeiten entscheidet der Lerner selbst, welcher Daten er bereit ist, Preis zu geben.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


 

Partnerunternehmen schulen und zertifizieren – Avendoo® und die CAS Software AG

CAS Software und Avendoo

Qualitätssicherung durch Zertifizierungen

Dass Avendoo® vielseitig einsetzbar ist und nicht nur für die betriebliche Aus- und Weiterbildung verwendet werden kann, beweist die CAS Software AG aus Karlsruhe. Als deutscher Marktführer für CRM- und xRM-Lösungen im Mittelstand, arbeitet der Softwarehersteller mit über 200 Partnerunternehmen in mehr als 30 Ländern zusammen. Um die Qualität der einzelnen Partner sicherzustellen, setzt das Unternehmen auf Zertifizierungen. Seit Anfang 2013 kommt dafür Avendoo® zum Einsatz. „In der CAS Akademie erhalten unsere Partner eine umfangreiche Ausbildung und Qualifizierung rund um das Thema CRM. Avendoo® nutzen wir sowohl für die Vorbereitung als auch für die Re-Zertifizierung und die dafür erforderliche Prüfung.“, erklärt Ingo Thom, Manager, Trainer und Consultant für die CRM Trainings.

E-Learning für Partnerunternehmen

Hinter jedem Release der CRM-Lösung CAS genesisWorld verbergen sich neue Feature und Erweiterungen, die die Partner für den erfolgreichen Vertrieb kennen müssen. „Die Neuerungen stellen wir einmal jährlich im Hauptrelease vor und verbinden damit zusätzlich eine Re-Zertifizierung, um sicherzustellen, dass sich der Wissensstand aller Partner auf einem gleichbleibend hohen Niveau befindet.“ Insgesamt werden durch Avendoo® um die 350 Personen auf den neuesten Stand gebracht. Ziel dieser Re-Zertifizierung ist es, dass sich die Partner aktiv mit dem Produkt auseinandersetzen, damit sie ihre Kunden optimal beraten können.

Lerninhalte erstellen leicht gemacht

Die Schulungen an sich sind recht einfach aufgebaut: Zu Beginn werden die wichtigsten Informationen zu dem Release in einem Lehrmittel dargestellt, gefolgt von einer Prüfung und einem Feedback für die interne Qualitätssicherung. Wurden alle Inhalte erfolgreich bearbeitet und die Prüfung bestanden, winkt das passende Zertifikat: Sales Professional, Consultant, System Professional oder Solution Developer.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Partner die Neuerungen unserer CRM Lösungen gerne in Aktion sehen, sodass wir kurze Webcasts zu den jeweiligen Themen erstellen. Diese Videos lassen sich in Avendoo® ganz einfach einbetten und als Lehrmittel integrieren. Auf Basis der neuen Features konzipieren wir dann die Prüfungen mit Fragen zu den Funktionen dieser Neuerungen. Zur Erstellung der Lerninhalte unterstützen uns die Assistenten in Avendoo®. Mit wenigen Klicks können wir uns die Inhalte beliebig zusammenstellen und gleichzeitig einheitliche und intuitiv nutzbare Inhalte erzeugen.“

 

 

Fazit aus der Praxis

Bevor Avendoo® 2013 eingeführt wurde, mussten alle Zertifizierungen händisch und manuell bearbeitet werden. Das hat viel Zeit gekostet – nicht nur für die CAS Software AG selbst, sondern auch für die Partnerunternehmen, die auf ihre Zertifizierung beispielsweise per Post warten mussten. „Durch das Zertifizierungsmanagement von Avendoo® haben unsere Partner jetzt die Möglichkeit, ihre persönlichen Zertifikate sofort nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung herunterzuladen. Das macht vieles einfacher, dementsprechend sind und waren die Rückmeldungen für diesen neuen Prozess durchweg positiv. Durch E-Learning können sie sich ihre Zeit bei der Re-Zertifizierung komplett selbst einteilen und sind zeitlich absolut flexibel.“

Die Partnerunternehmen sind also zufrieden, und wie sieht es mit der CAS Software AG aus? „Der Erstkontakt mit der Magh und Boppert GmbH fand Anfang 2013 auf der Messe Learntec in Karlsruhe statt und wir waren von Anfang an von der freundlichen Art und Weise des Kundenumgangs begeistert. Mit Avendoo® haben wir eine Lösung gefunden, mit der wir nahezu alle Anforderungen in unserem Re-Zertifizierungsprozess abdecken können – und das auf eine intuitive, innovative und flexible Art.“

Vielen Dank für Ihr Mitwirken, Herr Thom!

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


 

Virtual learning environment (VLE)

Virtual Learning Environment: nur ein Trend?

Die reale Welt als Vorlage zur Navigation – das verbirgt sich hinter der Zielsetzung einer VLE Oberfläche. Nachdem zahlreiche Generationen von Lernenden mit Tabellen, Boxen und verwirrenden Menüs bombardiert worden sind, hat sich die Idee der Abbildung einer virtuellen Welt als Zugang und Navigationselement für eine Lernoberfläche durchgesetzt.

Aber hat sich die Idee wirklich durchgesetzt?

– Jein. Denn je nach Zielgruppe, Thema und Projekt kann der Einsatz sicherlich sinnvoll sein – muss aber nicht. Generell kann man sagen, dass solche Oberflächen gewisse spielerische Aspekte aufweisen und dadurch für eine intensivere Beschäftigung der Beteiligten sorgen. Bisher gibt es jedoch keine Studie, die beweisen könnte, dass eine VLE Oberfläche für eine schnellere und klarere Navigation sorgt. Unumstritten ist aber, dass die sehr ansprechende Darstellung für Aufmerksamkeit und Erlebnisse sorgen kann. Das hängt allerdings vom Design und der Raffinesse der einzelnen Elemente ab, denn solche virtuellen Welten können auch sehr schnell zu lästigen Elementen werden, die die Endanwender nerven. Daher müssen sowohl die Navigation als auch das intuitive Klick-Verhalten einer solchen Umgebung sehr genau durchdacht sein.

Besonders neue Produkte lassen sich über ein solches Interfacedesign sicherlich sehr gut in Szene setzen. Die Anwender werden bereits durch die Oberfläche in den gewünschten Kontext verlagert und dann bei anschließenden Aufrufen mit den notwendigen Informationen beliefert.

Neu ist das Ganze nicht

Die Produkte unserer Welt werden schon lange in sogenannten Showrooms inszeniert. VLE ist nichts anderes – nur, dass die Produkte aus dem Aus- und Weiterbildungsbereich stammen.

Eine VLE Oberfläche ist aber keinesfalls eine einsame Spielwiese. Solche Interfaces können auch zum Treffen und Austauschen von Informationen mit Kollegen genutzt werden – sogar virtuelle Veranstaltungen wie Messen, Kongresse oder Präsentationen können dort abgebildet werden.

Überlegen Sie sich, ob eine virtuelle Lernwelt Ihre Lern-Zielgruppe ansprechen könnte. Falls Sie dabei Hilfe benötigen, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne beratend zur Seite. Ein Beispiel für eine VLE Oberfläche ist zum Beispiel auch unsere interaktive Erlebnis-Story.

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan

LMS? Ja! Aber welches?

Die Wahl des richtigen Learning Management Systems

Wer sich für den E-Learning Bereich interessiert wird schnell mit einer Vielzahl an sogenannten Learning Management Systemen ( kurz LMS ) konfrontiert – und diese Anzahl wächst ununterbrochen. Für die Suche nach einer geeigneten kommerziellen Lernplattform ist es wichtig, dass der Auswahlprozess strukturiert, aber vor allem diszipliniert abläuft, denn eine falsche Entscheidung und ein daraus resultierender Wechsel des LMS kann unter Umständen sehr teuer werden.

Wer sucht das LMS aus?

Bevor Sie mit der eigentlichen Recherche nach Lernplattformen beginnen, sollten Sie Vertreter aus jedem Geschäftsbereich mit einbeziehen, in dem künftig mit dem LMS gearbeitet werden soll. Denn: Jede Abteilung hat verschiedene Bedürfnisse und Anforderungen, die das LMS erfüllen sollte, damit das Unterfangen „E-Learning“ auch von Erfolg geprägt ist. Und so finden Sie die passende Lernplattform:

1. Auflistung aller kommerziellen Lernplattformen

Erstellen Sie eine Liste mit allen kommerziellen LMS, die generell in Frage kommen und fassen Sie danach die Bedürfnisse aller Beteiligten ebenfalls in einer Liste zusammen. Anhand dieser Liste können Sie nun konkrete Anforderungen an die Lernplattform formulieren und somit die Auswahl der potenziellen LMS deutlich verkleinern.

2. Anforderungen priorisieren

Um die geeignete Lernplattform zu finden  sollten Sie an dieser Stelle die Bedürfnisse bzw. Anforderungen priorisieren. Was muss die Lernplattform auf jeden Fall haben, was wäre nur the cherry on top? Reichen Ihnen zum Beispiel Schulungen und ein Online-Support oder möchten Sie auch jederzeit Hilfestellung über eine Support-Hotline beziehen können?

3. Anwendungsfälle und Demo-Vorstellungen

Bevor Sie nun verschiedene Anbieter von Lernplattformen zu Demo-Vorstellungen zu sich ins Unternehmen einladen, sollten Sie fiktive, aber mögliche Anwendungsfälle herausarbeiten, die das LMS später abdecken soll, um die tatsächliche usability herauszufinden.  Ziel dieser Anwendungsfälle ist es nicht den Vertreter ins Schwitzen zu bringen, sondern die Demo-Vorstellungen produktiv und für Sie zielführend zu organisieren. Natürlich sollten Sie diese Anwendungsfälle dem Anbieter vorher mitteilen, damit sich dieser auch darauf vorbereiten kann.

4. Erfahrungen einholen und Entscheidung treffen

Nach den einzelnen Demo-Vorstellungen ist Ihre anfangs doch sehr lange Liste potenzieller Lernplattform-Anbieter nun deutlich geschrumpft. Sie haben sich ausreichend über den Funktionsumfang informiert und bereits erste persönliche Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht. Aber wer kennt den Anbieter besser als seine Referenzkunden? Niemand. Nutzen Sie diese Chance und befragen Sie Bestandskunden nach Ihrer Zufriedenheit.

Geschafft!

Anhand der vorliegenden Informationen sollten Sie nun eine fundierte Entscheidung treffen können, die zu Ihrem Unternehmen passt. Jetzt müssen Sie nur noch ein Angebot mit detaillierter Kostenaufstellung und zeitlichem Umsetzungsrahmen anfordern – und los geht’s.

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan