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Working Out Loud

Wäre es nicht schön, wenn man bei der Arbeit nicht nur seinen Job macht, sondern dabei auch gleich die eigenen Kollegen weiterbringt? Und diese wiederum dasselbe für mich tun ? Dabei dann auch noch glücklicher mit seiner eigenen Tätigkeit zu sein klingt fast zu gut um wahr zu sein. Trotzdem möchte die kollaborative Methode „Working Out Loud“ genau das möglich machen.

Aber fangen wir von vorne mit der Grundidee von Working Out Loud, kurz WOL an. Denn die Methode für den gemeinschaftlichen Austausch und kollaboratives Arbeiten ist ursprünglich aus der Beobachtung von Problemen in Unternehmen und der Idee eines Mannes entsprungen.

Glücklicher Arbeiten mit Prinzip

Die Idee zu WOL kam John Stepper, unter anderem Gründer des Unternehmens Ikigai Press und Autor des Buches „Working Out Loud“. Er hatte als Angestellter selbst erfahren, wie Mitarbeiter durch starre Strukturen und mangelnden Austausch unzufrieden und dadurch auch unproduktiv wurden. Stepper beschäftigte sich aktiv mit diesem Problem, den Ursachen und auch Lösungsansätzen. Daraus erwuchs die Idee zu Working Out Loud. In seinem gleichnamigen Buch beschreibt Stepper, wie die Methode Unternehmensprozesse und allem voran die individuellen Mitarbeiter/Innen unterstützt, Hürden abzubauen und Wissen zu teilen.

Doch wie funktioniert diese vermeintliche „Wundermethode“ konkret? Um dies deutlich zu machen, hat Stepper fünf Grundprinzipien von WOL aufgestellt:

  • Relationships – Beziehungen aufbauen

    Eines der fünf Prinzipien von WOL: Wissen sichtbar machen

    Eines der fünf Prinzipien: Wissen sichtbar machen

  • Generosity – Großzügigkeit zeigen
  • Visible Work – Arbeit sichtbar machen
  • Purposeful Discovery – zielgerichtetes Arbeiten
  • Growth Mindset – Wachstum anstreben

Diese Prinzipien definieren WOL und stellen eine Art Handlungsrichtlinie dar. Außerdem gilt es, sich im Rahmen von WOL zu verdeutlichen, was die eigenen Ziele sind, welche Personen mit diesen im Zusammenhang stehen könnten und was man selbst anderen Personen bieten kann.

Wer die Methode bisher nicht kannte, weiß nun wahrscheinlich aber immer noch nicht, wie sie in der Praxis aussehen kann. Aus eben diesem Grund wird sie im Internet über offene Plattformen und Communities unterstützt. Als Guideline für WOL wurden zudem die sogenannten „Working Out Loud Circles“ geschaffen.

Zwölf-Wochen-Fitnessplan – die WOL Circles

Die Working Out Loud Circles nehmen Mitarbeiter und Unternehmen an die Hand und führen diese sicher in die Methode ein. Die Circles, deren Guide es neben einer englischen Version auch auf Deutsch gibt, fassen WOL in ein 12-wöchiges Programm mit regelmäßigen Meetings. Diese dauern ca. 60 Minuten und finden wöchentlich statt. Dieses Programm durchlaufen wiederum Gruppen von fünf Mitarbeitern. Jeder einzelne soll so mehr über das eigene Arbeiten erfahren und dieses Wissen auch gleich weitervermittelt. Gleichzeitig fließt so ein strukturierter Lernprozess in die Unternehmensabläufe ein.

Working Out Loud ist auch ein spannendes Element mit Blick auf Lernkulturen und kann diese sinnvoll ergänzen!

Die sogenannten Circles helfen dabei, die Meetings zu strukturieren und sind vor allem zu Beginn wichtig, um sich besser in die Methode einzufinden. Das Thema ist dabei frei wählbar. Die Teilnehmer können sich sowohl mit privaten als auch mit beruflichen Dingen befassen. Darum ist die Methode auch für interne Lernprozesse interessant. Durch den Austausch lernen die Mitarbeiter zum Beispiel, bewusster mit der eigenen Tätigkeit, Motivation und Beziehungen umzugehen. Da die Themenwahl bei WOL aber sehr frei abläuft, ist es für die Methode eher untypisch, dass Unternehmen die Themen vorschreiben. Daher müssen diese sich vorher verdeutlichen, wie viele Freiheiten und Arbeitszeit man den eigenen Mitarbeitern und der Methode gewähren möchte.

Das Mittel für motivierte Mitarbeiter?

Eine wirkliche Wundermethode will Working Out Loud dabei gar nicht sein. Viel mehr soll sie den individuellen Menschen unterstützen und ihn in seinem Schaffen glücklicher zu machen. Unternehmen und bestehende Strukturen sollen davon ebenso profitieren. Die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und der Austausch von Wissen soll besser strukturiert und zeitgleich intensiviert werden. Die positiven Effekte der Methode entstehen daher auch nicht durch unmittelbare Produktivitätssteigerung, sondern durch die „Nebeneffekte“ der regelmäßigen Zusammenarbeit und die Selbstreflexion. Das zeigt allein schon der Titel des zwölften Punktes

Fünf Menschen braucht es für Working Out Loud

Fünf Menschen. Viel mehr braucht es nicht für „WOL“.

des Circle Guides: „Reflektiere und feiere“. Aber ist die Methode wirklich so wirkungsvoll, wie sie im Internet präsentiert wird? Und lohnt es sich, sie in die eigene Lernkultur zu integrieren?

Working Out Loud auch für meine Lernkultur?

Diese Fragen scheinen kaum allgemein zu beantworten, da der wahrgenommene Erfolg vor allem vom einzelnen Teilnehmer abhängt. Wie sehr Unternehmen von den Effekten von WOL profitieren, ist noch schwerer zu beantworten. Vertrauen in die Methode kommt aber gerade in Deutschland von mehreren hochrangigen Unternehmen: Zur deutschen Working Out Loud – Community zählen nämlich Namen wie Audi, die Deutsche Bank, Daimler oder bereits seit der Anfangszeit der Methode auch Bosch.

Ob WOL auch für Ihr Unternehmen in Frage kommt, können und wollen wir Ihnen hier nicht pauschal beantworten. Dass der regelmäßige Austausch von Wissen aber positive Effekte auf Unternehmens- und eben auch Lernkulturen hat, ist eindeutig. Darum setzt auch Avendoo® auf Community-Tools und ein umfangreiches Blended Learning und Veranstaltungsmanagement: Denn auch Ihre Lernerfolge können über die Kollaboration und den Austausch in Gruppen einen deutlichen Schub erhalten. Diese Elemente sollten also in keiner Lernkultur fehlen!

Konnten wir Sie gespannt machen oder wollen Sie sogar Ihren eigenen Working Out Loud – Circle ausprobieren? Dann legen Sie doch einfach eine Veranstaltung in Avendoo® an, bringen vier Ihrer Kollegen in Ihrer Community zusammen, schnappen sich einen WOL Circle Guide und starten durch. Viel Spaß dabei!

Ein Blogbeitrag von Hendrik Lüken

Sie wollen mehr zu Kollaboration lesen? Dann schauen Sie doch mal HIER oder stöbern im Avendoo® Blog.

 

Quellen zu Working Out Loud:

The 5 Elements of Working Out Loud (Revisited): http://workingoutloud.com/blog/the-5-elements-of-working-out-loud-revisited

Circle Guides zu Working Out Loud: http://workingoutloud.com/circle-guides

Englische Seite zu Working Out Loud: http://workingoutloud.com/

Deutsche Seite zu Working Out Loud: http://workingoutloud.de/

 

Lernen im Internet der Dinge

Das Internet hat das „Ding“ für sich entdeckt. Das sogenannte Internet of Things oder Internet der Dinge beschreibt die Verbindung von Gegenständen und digitalen Daten nicht nur im Alltag, sondern auch in Unternehmen und der Industrie. Dadurch kommt es zu einem grundlegenden Wandel von Prozessen und auch dem Verständnis von Digitalität und Vernetzung. Warum diese Entwicklung auch die digitale Weiterbildung in Unternehmen grundlegend verändert, lesen Sie in unserem neuesten Avendoo® Blog:

Eine Innovation aus unserem Alltag

Smart Devices im Internet der Dinge

Smart Home Devices finden sich in immer mehr Haushalten und digitalisieren unseren Alltag

Das Internet der Dinge wirkt auf den ersten Blick wie ein relativ allgemeiner, fast schon nichtssagender Begriff. Aber wahrscheinlich ist jeder von uns schon einmal damit in Kontakt gekommen. Denn egal ob smarte Fitnessarmbänder, neueste Smart Home Devices von Amazon, Google und Co., die mit dem Smartphone verbundene Heizung oder digitalisierte Abläufe am Arbeitsplatz: Unser Alltag wird mehr und mehr von digitalen, „smarten“ Geräten geprägt, die sich immer nahtloser in unsere täglichen Abläufe einfügen. Die Anzahl dieser vernetzten Geräte oder „Dinge“ ist schon heute kaum noch zu überblicken, da es zum einen keine allgemein gültige Definition für dieses neue Internet of Things gibt und zum anderen, da immer mehr Unternehmen mit immer neuen Produkten und Ideen auf diesen Markt drängen.

Industrie 4.0 und Smart Factories

Smarte Prozesse und die Digitalisierung von Gegenständen sind Kernmerkmale des Internet of Things. Durch diese bieten sich nicht nur im Privatgebrauch und Haushalt neue Möglichkeiten, sondern auch für Unternehmen. Die erhalten durch das Internet der Dinge nämlich die Gelegenheit, Arbeitsabläufe oder Warenketten weiter zu automatisieren, zu individualisieren und zeitgleich zu beschleunigen. Aus diesem Grund hat sich auch dafür schon ein eigener Begriff gefunden: Industrie 4.0.

Industrie 4.0 umschreibt intelligente, vernetzte Fabriken, die durch digitalisierte Produkte und eine Verknüpfung von Produkt, Datenbank und Mitarbeitern Prozesse optimieren. Firmen, die hiervon Gebrauch machen, werden auch als Smart Factories bezeichnet.

Digital und physisch kommen zusammen – in der Smart Factory

Smart Factories verdeutlichen auf eindrucksvolle Art und Weise, wie das Internet of Things und Industrie 4.0 Arbeitsprozesse transformiert. So können zum Beispiel Produktionsketten deutlich variabler ablaufen: digitale Abbilder eines Produktes tragen dann alle relevanten Informationen, die über den weiteren Fertigungsprozess in einer Smart Factory entscheiden. Dieser kann individuell gestaltet werden, da nicht mehr das Fließband die Arbeitsschritte bestimmt, sondern das Produkt (das „Ding“, um bei unserer Begrifflichkeit zu bleiben). Fertigungsabläufe sowie Produkte werden folglich deutlich flexibler. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen, wie Smart Factories funktionieren können.

Futuristische Firma

Die Firma von morgen sieht vielleicht nicht immer so futuristisch aus wie hier im Bild, dafür zeichnet sie sich durch smarte Arbeitsprozesse aus.

Durch diese neue Form der Industrie stehen die Unternehmen aber auch zeitgleich unter hohem Druck: Wer gar nicht oder unvorbereitet auf die neuen Entwicklungen reagiert, läuft Gefahr hinter die Konkurrenz zu fallen. Das Internet der Dinge ist also definitiv eine Pflicht und keine Kür! Spätestens an dieser Stelle wird daher auch das Thema eLearning im Kontext von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge wichtig.

Über das Internet der Dinge lernen

Mit dem Internet of Things kommen auch auf das Feld des eLearning sowohl spannende Aufgaben als auch viele neue Möglichkeiten für Lernprozesse zu. Denn die sich immer schneller entwickelnden Arbeitsprozesse fordern auch eine angepasste Entwicklung des Personals. Daher wollen wir nun die Rolle digitaler Weiterbildung im Internet der Dinge genauer beleuchten.

eLearning in der Pflicht?

Mit Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge nimmt der Wandel von Arbeitsprozessen weiter Fahrt auf. Die Vorreiter dieser Entwicklung zeigen aber auch, dass der Mensch auch in modernen Firmen weiterhin eine wichtige Rolle spielt. So sind viele Smart Devices des Alltags auf die Nutzung durch den Menschen zugeschnitten und auch neue Arbeitsprozesse schaffen eher Erleichterungen für Mitarbeiter, statt diese zu ersetzen. Das Stichwort hier lautet nicht Einsparung, sondern Effizienz.

Um Mitarbeiter aber auf den Wandel hin zu smarten Produkten und Arbeitsabläufen vorzubereiten, muss schon heute die Grundlage dafür geschaffen werden. Wer seine Mitarbeiter jetzt auf den smarten Arbeitsplatz vorbereitet, überholt morgen die schlafende Konkurrenz. Und wie lassen sich digitale Themen besser schulen als mit digitalen Lernformaten wie Inhalten von Avendoo®?

Nicht nur sind digitale Lernformen ein nahe liegender Weg, für das Internet der Dinge zu schulen; eLearning kann auch selbst von der Vernetzung des Alltags profitieren. Wir verraten Ihnen wie:

Smartes Lernen mit dem Internet of Things

Die Vernetzung von Gegenständen geschieht im Internet der Dinge über den Austausch von Daten. Diese Daten werden meist nicht händisch eingepflegt, sondern von Sensoren, GPS und Co. erfasst, ausgewertet und wieder übermittelt. Außerdem spielen Geräte eine große Rolle, die mit Hilfe dieser Daten direkt auf andere Gegenstände und Geräte sowie die eigene Umgebung reagieren.

Smart Factory

Die rasante Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Zukunft im Internet der Dinge ist nicht allzu fern

Der dadurch entstehende stete Datenaustausch wird zukünftig auch für das eLearning interessant. Denn durch den dauernden Datenfluss weiß auch die Lernplattform der Zukunft, wer gerade Wissen zu welchem Arbeitsschritt benötigt. Lerninhalte lassen sich so gezielter und interaktiver in den Arbeitstag einbauen. So wird aus formellem Lernen ein Lernen „on the job“.

Das hilft sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern: Erstere erhalten das passende Know How genau dann, wenn Sie es brauchen und individuell auf Sie zugeschnitten. Letztere profitieren wiederum nicht nur von qualifiziertem Personal, sondern auch von effizienter genutzter Lern- und Arbeitszeit.

 

Eine gar nicht so ferne Zukunft

Einigen mag das jetzt als Zukunftsmusik erscheinen und diese haben damit nicht einmal Unrecht. Denn in der mittelständischen Firma von nebenan findet man heute mit gewisser Wahrscheinlichkeit weder eine Smart Factory noch eLearning im Internet der Dinge.

Trotzdem ist das Thema schon heute brandaktuell: Wie die Beispiele Smart Home Device oder Fitness-Armband aus den ersten Zeilen dieses Artikels zeigen, ist das Internet der Dinge schon im Alltag angekommen. Und wer nicht selbst ein smartes Gerät im Haushalt hat, kennt Alexa und Co. zumindest aus der Werbung. Daher ist es auch kein großer Schritt mehr in die breite Masse der Unternehmen. Zudem bringen diverse Firmen und Vorreiter des Internets der Dinge, wie es Google oder Amazon sind, die Entwicklung mit großen Schritten voran.

Das Internet der Dinge ist also schon lange bei uns angekommen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann auch Sie im Beruf damit konfrontiert werden. Wir sind gespannt und freuen uns auf spannende Lerninhalte und neue Entwicklungen für Ihre Lernerlebnisse mit Avendoo®.

MOOCs- Online Lernen in der Masse

MOOCs zeichnen sich durch hohe Teilnehmerzahlen aus

Im Internet kann sich heute quasi jeder frei weiterbilden. Das machen sich auch MOOCs zu Nutze.

Selbstständiges Lernen wird durch flächendeckende Anbindung an schnelles Internet und große Mengen an freiem Content immer leichter und beliebter. Egal, ob man sich im Sprechen einer fremden Sprache weiterbilden möchte oder einfach nur wissen muss, wie man selbst einen tropfenden Wasserhahn repariert, YouTube, Wikipedia und Co. machen es möglich. Und da auch mobiles Internet heute fast jederzeit verfügbar ist, ist dabei meist sogar egal, ob man zu Hause auf der Couch oder in der Straßenbahn sitzt. Allerdings sind es nicht nur YouTube-Tutorials, die ihren Weg auf Smartphones und Notebooks finden, sondern auch professionelle Inhalte von Unternehmen oder Universitäten. Das Wissen liegt auf der sprichwörtlichen Straße, man muss es nur aufsammeln.

Was sind denn nun „MOOCs“?

Aber was hat das alles mit dem merkwürdigen Wort „MOOC“ aus der Überschrift zu tun? So einiges! Und warum das so ist, sehen wir uns in diesem Blogartikel genauer an. Verständlicher wird das Ganze schon, wenn man das Akronym zuerst aufschlüsselt. Denn MOOC steht für:

M         wie      Massive

O          wie      Open

O          wie      Online

C          wie      Course

 

Massive Open Online Courses oder kurz MOOCs sind in ihrer Ursprungsform offene Online-Kurse mit hohen Teilnehmerzahlen, an denen theoretisch jeder teilnehmen kann. Sozusagen E-Learning für jedermann. Die vier oben aufgeführten Begriffe stellen den eigentlichen Gedanken hinter diesem Modell dar: Viele Teilnehmer, freier Zugang und es handelt sich um einen Online-Kurs. Heute gibt es viele verschiedene Formen von MOOCs. Aber dazu später mehr, denn um deutlicher zu machen, was das Besondere an diesen MOOCs ist, wollen wir zuerst in deren Geschichte abtauchen.

Aus Nordamerika in die Welt

Universitäts-Hörsaal

An amerikanischen Universitäten liegen die Ursprünge von MOOCs

Zu öffentlicher Bekanntheit haben es die MOOCs insbesondere über US-amerikanische und kanadische Universitäten gebracht. Als Geburtsstunde dieser Kurse gilt die Online-Veranstaltung Connectivism and Connected Knowledge der Kanadier George Siemens und Stephen Downes von 2008. Der offene Onlinekurs, der das konnektivistische Lernmodell im Zusammenspiel mit modernen Technologien behandelte, ist heute das Paradebeispiel für die sogenannten cMOOCs oder connectivistic MOOCs und konnte eine Anzahl von ca. 2300 Teilnehmern verzeichnen, zu denen nicht nur Studenten zählten.

Nicht schlecht für den Anfang, aber für die MOOCs sollte es noch weiter hinausgehen. An der Stanford University veranstalteten Sebastian Thrun und Peter Norvig den offenen Informatik-Kurs Introduction to Artificial Knowledge (CCK08), den ersten extended oder kurz xMOOC und erreichten damit unglaubliche 140.000 Lerner! Diese absolut beeindruckende Zahl macht deutlich, warum das M in MOOCs für Massive steht. Außerdem erreichten die MOOCs mit diesem Quantensprung in der Teilnehmerzahl international ein breites Publikum und ungeahnte öffentliche Aufmerksamkeit.

Wie sieht so ein Kurs aus?

Das didaktische Grundprinzip hinter den Kursen ist letzten Endes keine große Besonderheit, wenn man modernes E-Learning als Maßstab anlegt. Denn MOOCs umfassen wie andere Kursangebote auch sowohl kooperative Online-Seminare als auch durchstrukturierte Vorlesungen ablaufen. Die Veranstaltungen werden häufig durch Lehrvideos, Virtual Classrooms, verschiedene Online-Aufgaben sowie Trainings und Foren getragen und erinnern somit auch an E-Learning in Unternehmen. Auch die Kombination mit Präsenzveranstaltungen ist denkbar.

Das besondere an MOOCs ist der Maßstab, den diese quasi aus dem Nichts angenommen haben und der Grundgedanke, freies Lernen über Ländergrenzen hinaus zu ermöglichen. Vergleicht man den Funktionsumfang vieler MOOCs zum Beispiel mit dem der Avendoo® Lernwelt, stechen diese nicht sonderlich hervor oder fallen sogar dahinter zurück. Vielmehr war es die Idee des freien Wissens und die sich daraus entwickelnde Eigendynamik, die MOOCs vor nun gut zehn Jahren zur Innovation gemacht hat.

Tablet liegt auf Buch

Wissen frei, jederzeit und überall zu vermitteln ist einer der Grundgedanken von MOOCs

 

Ein ganzes Alphabet von MOOCs

In den folgenden Jahren haben es die MOOCs so weit gebracht, dass nicht nur die öffentliche Bekanntheit wuchs, sondern auch die Anzahl und der Variantenreichtum an verschiedenen Kursmodellen rapide zugenommen haben. Denn neben den bereits vorgestellten c- und xMOOCs gibt es noch eine Vielzahl anderer Kurse, die auch die zu Grunde liegende Idee teilweise stark alterieren.

Vom s(mall) MOOC, bei dem die Teilnehmerzahlen doch wieder bewusst gering gehalten werden, über den blended MOOC, der das Kursmodell mit Präsenzlehre kombiniert und in ein Blended Learning-Konzept einbettet bis hin zum SPOC (Small Private Online Course) gibt es MOOCs in allen Größen und Formen. Außerdem werden die Kurse längst nicht mehr nur von Universitäten angeboten. Wer sich einmal in den Weiten des Internets umsieht, findet eine Vielzahl an offenen oder auch kommerziellen Angeboten, die Themenauswahl kennt ebenfalls keine Grenzen. Jeder von uns könnte just in diesem Moment Kurse im Internet suchen und sich in diese einschreiben.

Durch die Vielfalt an Kursen und verschiedenen Varianten der MOOCs wird ein Überblick aber zunehmend schwieriger und der Grundgedanke von 2008 tritt immer weiter in den Hintergrund. Aber eine Frage bleibt:

 

Was können wir von den MOOCs lernen?

Zwei Personen lernen am Bildschirm

MOOCs zeigen, dass Menschen lernen wollen. Das gilt auch für Ihre Mitarbeiter!

Auch wenn MOOCs ursprünglich ein universitäres Phänomen waren und auch heute noch am ehesten dort wiederzufinden sind, sollten auch moderne Unternehmen zumindest mal davon gehört haben, denn sie zeigen deutlich, welche Dynamik E-Learning in unserer Lern- und Arbeitswelt annehmen kann. Die angebotenen Kurse haben die Wissbegier der Teilnehmer geweckt, sodass ihre Zahl in die Tausenden und mehr ging. Die MOOCs zeigen deutlich: Menschen wollen sich weiterbilden, sie wollen lernen.

An den genannten Massive Open Online Courses haben zudem neben Studenten auch eine Vielzahl an anderen Teilnehmern partizipiert. E-Learning ist also auch für Menschen außerhalb der Hörsäle spannend und daher gerade auch für Unternehmen ein Pflichtthema.

 Zum Lernen motivieren mit Avendoo®

Mit der Avendoo® Lernwelt können auch Sie Ihre Mitarbeiter motivieren. Auf unserer Website finden Sie zahlreiche Beispiele, in denen Mitarbeiter verschiedenster Unternehmen durch Lerninhalte, die eine Geschichte erzählen, die Kreativität anregen oder eine Community schaffen ihre ganz eigene Lernwelt erfahren. Inhalte die fordern, zeitgleich aber auch Spaß machen, bringen die Lerner voran.

Dabei ist es nicht wichtig, ob kleines, regionales Unternehmen oder großer Konzern: Durch die Möglichkeit der Lernwelt Avendoo® und des Internets ist es egal, ob hinter den Bildschirmen zehn oder 10.000 Mitarbeiter lernen. Wichtig ist, die Wissbegier mit den passenden Lerninhalten anzuregen und das Beste aus dem Lernprozess herauszuholen. Denn so wie Universitäten Lerner auf der ganzen Welt begeistern konnten, können auch Sie Ihre Mitarbeiter begeistern!

Ein Blog-Beitrag von Hendrik Lüken

 


siehe dazu auch:

Offene Online-Kurse. Massive open online courses– Deutscher Bildungsserver

Hintergründe und Didaktik – e-teaching.org

Bremer, Claudia: Massive Open Online Courses. In: Knaus, Thomas/Engel, Olga (Hrsg.): fraMediale – digitale Medien in Bildungseinrichtungen [Band 3]. München 2013, kopaed. S. 30-48.

Schulmeister, Rolf: MOOCs – Massive Open Online Courses. Offene Bildung oder Geschäftsmodell? Münster u.a. 2013, Waxmann.

Aus der Praxis: Die REWE Azubi Plattform

E-Learning für die Auszubildenden der REWE Markt GmbH

Login-Seite der REWE Markt Azubi Lernwelt

Wenn es um die betriebliche Ausbildung geht, setzt die REWE Markt GmbH voll und ganz auf Blended Learning als Lernkonzept. Begleitend zur schulischen Ausbildung nutzen die rund 2.000 Auszubildenden daher seit Beginn der Ausbildung im August 2015 die Avendoo® Lernwelt – und zwar nicht nur als Lernplattform, sondern auch als soziales Netzwerk. „Auch um die Motivation der Mitarbeiter zu halten und um diese kontinuierlich fachbezogen und persönlich fortbilden zu können, setzen wir auf ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsangebot.“, so Katharina Ebel, E-Learning Expertin im HR Kompetenzcenter National.

Die Idee der REWE Azubi-Plattform

Die REWE Azubi-Plattform dient den jährlich ca. 2.000 neuen Auszubildenden und 60 Trainern dazu, digitale Lerninhalte zu elementaren Themen wie z.B. „Lebensmittelrechtliche Vorschriften“ oder Warenkunde zu erlernen bzw. zu vermitteln. Über Avendoo® werden so z.B. interne REWE Fachwörter als Lernkarten einer Lernkartei erklärt oder der Unterschied zwischen Eisbergsalat und Lollo Bionda.

Dadurch, dass die Auszubildenden der REWE Markt GmbH in ganz Deutschland beschäftigt sind, bietet sich E-Learning als Ergänzung zu den innerbetrieblichen Seminaren optimal an, denn dadurch haben die Lerner die Möglichkeit, nach eigenem Lerntempo und asynchron zu lernen. Auch die wechselnden Arbeitszeiten der Auszubildenden in den Märkten, hat für REWE eine wichtige Rolle gespielt, aber dadurch, dass die digitalen Lerninhalte jederzeit – und damit auch außerhalb der normalen Arbeitszeit – abrufbar sind, haben auch die Auszubildenden die Chance, E-Learning zu nutzen und sich fortzubilden.

Beispiel aus der Community

„Kontinuierliches Lernen und kontinuierlichen Kontakt zu den Auszubildenden sowie unter den Auszubildenden selbst, können wir am besten über eine digitale Austauschplattform erreichen“, so Katharina Schupp, Blended Learning Expertin im HR Kompetenzcenter National. Aus diesem Grund kommt vor allem die Avendoo® Community bei REWE zum Einsatz. Der Newsstream auf der Startseite der Lerner enthält nicht nur wichtige Systemnachrichten wie Anmeldungen zu neuen Lerneinheiten, sondern auch die Kurzmeldungen von anderen Lernern und Trainern. „Dort machen wir z.B. Produktpuzzle. Dazu nehmen wir ein Bild eines Produkts aus unserem Sortiment und „zerschneiden“ dies. Im Anschluss werden verschiedene Schnipsel des Bildes gepostet, so dass die Azubis raten müssen. Meist orientieren sich die Bilder an Produktgruppen, die die Azubis auch gerade im Seminar besprechen. Außerdem rufen wir durch unseren Avatar Oskar dazu auf, Bilder aus dem Seminar oder Aktionen aus dem Markt zu posten. Momentan sind unsere Azubis im Obst & Gemüse-Seminar. Dazu gibt es auch einen Kurs in Avendoo®, in dem es die Hausaufgabe ist, eine Obstverkostung im Markt für Kunden durchzuführen. Die Bilder kann der Lerner dann im Anschluss in der Community posten und anderen Azubis und Trainern dient das als Inspirationsquelle.“, erzählt Katharina Ebel weiter.

Einführung von Avendoo® und Entwicklung einer Lernkultur

Bevor die Azubi-Plattform aber überhaupt erst zum Einsatz kommen konnte, standen viele Aufgaben für das Team von Katharina Ebel und Katharina Schupp auf der To-do-Liste. Zunächst mussten die 60 REWE Trainer für den Umgang mit Avendoo® geschult werden. Außerdem mussten sie auf ihre neue Rolle als virtueller Lernbegleiter eingestimmt werden. „Neben offenen Telefonkonferenzen zu allen Themen rund um das neue Schulungskonzept, haben wir auch dafür gesorgt, dass Avendoo® bei uns intern bekannt wird“, so Katharina Ebel. Avendoo® wurde daher z.B. in den innerbetrieblichen Kommunikationsmedien wie der Mitarbeiter-Zeitung und im Intranet beworben. Ebenso wurde eine Großveranstaltung für die Ausbilder, Bezirksmanager und Auszubildenden veranstaltet, bei der es um die Einführung des neuen Lernkonzeptes ging.

Auch für die Auszubildenden war Avendoo® am Anfang natürlich neu, daher haben auch sie im ersten innerbetrieblichen Seminar eine Einführung in Avendoo® erhalten.

E-Learning für Auszubildende – erste Erfolge und aktuelle Herausforderungen

Mittlerweile ist die REWE Azubi-Plattform voll im Einsatz und schon jetzt lassen sich erste Erfolge verbuchen, aber es sind auch einige Herausforderungen hinzugekommen. „Die größte Herausforderung ist die Schnelligkeit des Projekts. Alle Inhalte müssen mit dem Ausbildungsplan abgestimmt werden und dann in Avendoo® erstellt werden. Außerdem möchten wir unseren Auszubildenden ein konstantes Lernen über das gesamte Ausbildungsjahr ermöglichen, daher dürfen keine „lernfreien“ Phasen entstehen“, so Katharina Schupp.

Oskar, der Lernbegleiter

Aber der Einsatz zahlt sich aus: Bisher gab es überwiegend positives Feedback von Auszubildenden und auch die Lernquoten sind gut bis sehr gut. Außerdem entsprächen die Dauer und der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Inhalte genau den Erwartungen der Auszubildenden. „Sie schätzen die Möglichkeit, die Lerninhalte zu jederzeit wiederholen bzw. zu den von ihnen gewählten Uhrzeiten lernen zu können.“, so Katharina Ebel. Aus diesem Grund gibt es auch bei der Erstellung von neuen Lerninhalten bestimmte Regeln: Nicht nur die Sprache muss zielgruppengerecht sein, auch der Lernbegleiter Oskar soll möglichst gut eingebunden werden, damit sich die Azubis besser mit den Inhalten identifizieren können. Er dient auch im Lernpfad als Hinweis, an welcher Stelle sich der Lerner gerade im Lernprozess befindet und begleitet ihn mit seinem Einkaufswagen von Lerneinheit zu Lerneinheit.

Lernpfad der REWE Markt GmbH

Auch die Länge einer Lerneinheit ist klar geregelt, damit keine Unter- oder Überforderung erzeugt wird. Daher haben die meisten E-Learnings eine Bearbeitungszeit zwischen 5 und 20 Minuten.

Fazit der REWE Markt GmbH

„Avendoo® überzeugt vollends als Gesamtprodukt und bedient alle unsere Lernbedürfnisse. Auch die hohe Dienstleistungsbereitschaft und Kundenorientierung haben uns überzeugt. Die Möglichkeit, die Lerninhalte in einem individuellen Design auf dem Lernpfad zu visualisieren und damit eine feste Bearbeitungsreihenfolge vorzugeben, ist für uns ideal. Ebenso ist der interaktive Newsstream auf der Startseite in Kombination mit den Community-Gruppen ein echter Mehrwert für unsere Auszubildenden“, so Katharina Ebel.

 

Vielen Dank an Frau Schupp und Frau Ebel!

E-Learning oder Blended Learning Edition?

Für jeden Strategie die passende Edition

Ob reine Präsenztrainings, die Kombination aus Seminaren mit virtuellen Lernprozessen (Blended Learning) oder ausschließlich online – jedes Unternehmen hat eigene Ansprüche an die Aus- und Weiterbildung und verfolgt ein eigenes Lernkonzept. Um diesen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und um jedem Unternehmen genau den Funktionsumfang bieten zu können, den es benötigt, um die Aus- und Weiterbildung effizient gestalten zu können, gibt es Avendoo® ab sofort als E-Learning oder als Blended Learning Edition. Was die beiden Editionen unterscheidet? Das Veranstaltungsmanagement. Konzentriert sich die E-Learning Edition lediglich auf das Bereitstellen von digitalen Lerninhalten, enthält die Blended Learning Edition das umfangreiche Veranstaltungsmanagement, mit dem sowohl Präsenz- als auch Online Trainings erstellt, durchgeführt und nachbereitet werden können.

Die E-Learning Edition als Anreicherung

Avendoo Preismodelle E-Learning Edition

Gerade wenn es um die Einführung von E-Learning geht, stehen viele offene Fragen im Raum. Um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und auch, um die Mitarbeiter mit dieser neuen Form der Weiterbildung nicht zu überrumpeln, lohnt es sich klein anzufangen und mit der Zeit zu wachsen. Für dieses Szenario ist zum Beispiel die E-Learning Edition konzipiert worden, denn mit ihr kann die klassische Aus- und Weiterbildung mittels Präsenztraining durch gezielte digitale Lerninhalte angereichert werden.

Die Wissensvermittlung findet dabei weiterhin hauptsächlich in Form von Seminaren statt, weiterführende Inhalte werden aber mittels E-Learning ebenso angeboten. So könnte zum Beispiel nach der Veranstaltung „Erste-Hilfe-Kurs“ ein Dokument zur Verfügung gestellt werden, in dem die zentralen Handlungsanweisungen noch einmal zusammengefasst sind. Außerdem könnte auch das Feedback zum Referenten als Qualitätssicherung online abgewickelt werden.

Avendoo14 Blended Learning EditionAls Blended Learning Edition die Vorteile kombinieren

Für Unternehmen, die bereits erste Erfahrungen mit dem Thema E-Learning sammeln konnten bzw. die Unternehmen, die ihre Präsenzveranstaltungen nach und nach ablösen und den Lernprozess effizienter gestalten wollen, gibt es die Blended Learning Edition. Dabei werden die Vorteile von Präsenzveranstaltungen mit den Vorteilen des E-Learnings kombiniert.

Diese Blended Learning Edition enthält daher das integrierte Veranstaltungsmanagement von Avendoo®, mit dem es möglich ist, sowohl Präsenzveranstaltungen als auch Online Trainings – z.B. in einem virtuellen Klassenzimmer – zu erstellen. Ebenso ist die Verwaltung, Durchführung und Nachbereitung darüber möglich, so dass keine weiteren Systeme mehr notwendig sind. Blended Learning Schulungen weisen viele Vorteile auf:

  • Flexible Gestaltung – In Online Lernphasen werden die Inhalte einer zuvor stattgefundenen Präsenzveranstaltung aufgearbeitet und ergänzt – oder andersherum: Eine Online Lernphase bereitet die Lernenden auf eine abschließende Präsenzveranstaltung vor. Dadurch werden die Präsenzveranstaltungen optimiert und effizienter gestaltet – das führt zu einer nicht unerheblichen Kostenersparnis
  • Wissen vernetzen – Durch die Abwechslung bei der Schulungsmethode wird die Motivation bzw. das Durchhaltevermögen der Lerner gefördert und ihr Wissenshorizont erweitert
  • Orts- und zeitunabhängig – Die Mitarbeiter sind, dadurch dass sie das Lernangebot nach ihrem individuellen Bedarf nutzen können, zeitlich und örtlich flexibel
  • Persönlich – Während der Präsenzschulungen können sich Lerner austauschen und den Kontakt mit den Trainern aufnehmen, so dass eine persönliche Beziehung aufgebaut wird und der Lernende sich nicht allein gelassen fühlt
  • Evaluation – Mitarbeiter können Ihren Lernstand durch integrierte Lernstandkontrollen und Übungen besser einschätzen. Erst wenn Probleme wahrgenommen werden, besteht die Möglichkeit diese auszubessern, so dass eine individuelle Förderung möglich ist

Blended Learning Black Edition

Avendoo Preismodelle Blended Learning Black Edition

Für diejenigen, die den vollen Funktionsumfang von Avendoo® und exklusive Features nutzen möchten, für diese Unternehmen wird es im kommenden Jahr die Blended Learning Black Edition geben. Ein Highlight wird dabei das Ressourcenmanagement sein.

Das Veranstaltungsmanagement wird dabei um ein vollständiges Ressourcenmanagement erweitert, so dass nicht nur Räume und Trainerressourcen verwaltet werden können, sondern zum Beispiel auch bewegliche Materialien wie Fahrzeuge oder andere Güter. In diesem Rahmen werden die Möglichkeiten des Veranstaltungsmanagements erheblich erweitert, um auch umfangreiche Anforderungen abdecken zu können. Welche Funktionen genau in der Black Edition enthalten sein werden, erfahren Sie im kommenden Jahr.

Die Blended Learning Black Edition stellt darüber hinaus in Zukunft die Basis für kommende Key Features der nächsten Avendoo® Generationen.

Welches Lernkonzept ist das richtige?

Welche Lernstrategie bzw. welches Lernkonzept den meisten Erfolg verspricht, hängt individuell vom Unternehmen ab. Jedoch gibt es zahlreiche Studien, die vor allem Blended Learning als zukunftsweisend ansehen. So hat das MMB-Institut für Medien und Kompetenzforschung beispielsweise 2014 rund 70 Experten/innen in einer Umfrage nach der „Bedeutung von Anwendungen für das betriebliche Lernen im Unternehmen“ gefragt – und das Ergebnis war eindeutig: „Auch in diesem Jahr sind nahezu alle Befragten (99%) der Meinung, dass „Blended Learning“-Angebote, also eine Mischung aus traditionellen Präsenz-Lernformen und digitalem Lernen, in Zukunft die größte Bedeutung für das betriebliche Lernen haben werden. Damit bleibt die Bedeutung von „Blended Learning“ im Vergleich zum Vorjahr konstant (2013: 99%). „Virtuelle Klassenräume“ (85%; 2013: 88%) und „Mobile Learning / Learning Apps“ (83%; 2013: 85%) rangieren, mit unwesentlich schwächeren Werten gegenüber dem Vorjahr, wieder auf dem zweiten und dritten Platz.“ (Quelle: MMB Trendmonitor)

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


 

Do-it-Yourself: 9 HTML-Tags für Ihre erste Designvorlage

Mit Designvorlagen einheitliche Lerneinheiten erstellen

Designvorlagen Beitragsbild

Ein Sprichwort besagt „Viele Köche verderben den Brei“. Beim Erstellen einer neuen Lerneinheit kann es ähnlich zugehen, denn wenn mehrere Autoren gemeinsam an einer Schulung arbeiten, entstehen oft viele unterschiedliche Designs. Seien es unterschiedliche Schriften, Formatierungen oder Farben oder einfach die Art der Darstellung (z.B. Stichworte oder geschriebener Text) – und dieses Hin- und Her im Design kann Verwirrung beim Lernenden stiften. Die Idee: Designvorlagen. Sie schaffen nicht nur ein einheitliches Design für Ihre Lerninhalte, sie verkürzen auch die Produktionszeit für künftige Schulungen und geben allen Autoren eine enorme Hilfestellung.

Warum Sie Designvorlagen verwenden sollten

Stellen Sie sich vor, Sie wären der Lernende und würden in ein und derselben Schulung z.B. immer wieder andere Schriftarten und -größen finden. Bei dem einen Lehrmittel ist die Navigation rechts, beim Wissenstest plötzlich links. Das sorgt für unnötige Störungen und führt womöglich sogar dazu, dass sich Ihr Lerner mehr mit der Optik beschäftigt als mit den Inhalten selbst. Jetzt mag man sagen „Es gibt ja wohl Schlimmeres“ – Aber: Auch das Auge lernt mit. Optisch ansprechende Lerninhalte erzeugen eine positive Grundeinstellung zum Lernen und da Lernen auch Spaß machen soll, spielt auch hier das Aussehen eine wichtige Rolle. Mit einer optischen und inhaltlichen Struktur sowie einer einfachen, einheitlichen Bedienbarkeit erhöhen Sie das Lernerlebnis ungemein. Außerdem ist nicht zu vernachlässigen, dass Lerninhalte, die dem Unternehmens-CI entsprechen, für eine höhere Identifikation mit dem Inhalt und dem Unternehmen sorgen.

Erst das Konzept, dann die Umsetzung

Natürlich können Sie direkt loslegen und eine nach der anderen Designvorlage produzieren – es empfiehlt sich aber, sich vorher einige grundlegende Gedanken zu machen. Mit welchen Fragestellungen Sie sich auseinandersetzen sollten, das haben wir einmal grob für Sie zusammengefasst:

Bedarfsermittlung

An welchen Stellen im Lernprozess werden Designvorlagen benötigt (z.B. Kurshauptseite oder Wissenstestfragen)?

Konzept

Wie sollen die Designvorlagen konkret aussehen und was sollen sie funktional können (Stichwort: Inhalt, Design und Technik)?

Corporate Design

Welche Designvorgaben, Guidelines gibt es vom Unternehmen (z.B. Farben, Formen, Bildwelten oder Schriftarten)?

Inhalte

Welche Inhalte sollen dargestellt werden (z.B. Übersicht über die Kursinhalte)? Überlegen Sie, ob Sie eher eine spezifische Designvorlage für nur einen Kurs erstellen oder aber eine allgemeingültige Variante erstellen möchten. Der Inhalt bestimmt dabei die Art der Vorlage.

Scribbles

Scribbels helfen, erste Ideen und Entwürfe optisch festzuhalten. Oft fallen dann noch Unstimmigkeiten auf oder es ergeben sich neue Fragen, so dass das Layout überarbeitet werden muss.

Bearbeitungsbereiche definieren

Eine Designvorlage in Avendoo® besteht grundsätzlich aus zwei Bereichen: Editierbare Bereiche und Nicht-Editierbare Bereiche. Legen Sie fest, ob alle Elemente der Vorlage bearbeitet werden dürfen oder aber, ob Autoren z.B. nur die Überschrift ändern können.

Technik

Wo werden die Designvorlagen am Ende beim Lerner zum Einsatz kommen? Wird nur am Desktop-PC gelernt oder auch auf mobilen Endgeräten wie Tablet und Smartphone (Stichwort: responsive Design)?

Screendesign

Fassen Sie alle bisherigen Überlegungen zusammen und bringen Sie sie „auf‘s Papier“. Anschließend können noch finale Anpassungen vorgenommen werden.

Umsetzung

Erst ganz zum Schluss startet die konkrete Umsetzung der Designvorlage – in Avendoo® oder in einem anderen Autorentool.

Einsteiger-html-tags für Designvorlagen in Avendoo®

Um Ihnen bei dem Erstellen Ihrer ersten Designvorlage etwas unter die Arme zu greifen, haben wir hier neun Einsteiger HTML-Tags für Sie, mit denen Sie starten können. Natürlich gibt es noch viele weitere und vor allem interaktivere Möglichkeiten für Designvorlagen, jedoch sind dafür auch entsprechende HTML und CSS-Kenntnisse notwendig.

HTML CSS Beschreibung
<h1>Überschrift</h1> h1 {
font-size:30px;
color: #222222;
font-family: Arial;
}
Erzeugt eine Hauptüberschrift. Eine grundlegende Definition für „h1, h2, p etc.“ kommt aus Avendoo®, sie kann bei Bedarf aber auch im CSS individuell definiert werden.
<p class=”mittigerText”>Lorem ipsum dolor sit amet.

 

 

.mittigerText {
text-align: left/center/right;
}
Schrift links/ mittig/ rechts ausrichten. Mit jedem p-Tag beginnt ein neuer Paragraph (Zeilenumbruch)
<span class=”FliessenderText”>Lorem ipsum dolor sit amet. .FliessenderText {
color:red;
}
Ein span-Tag kann ebenfalls zur Formatierung von Texten genutzt werden. Im Gegensatz zu einem p-Tag beginnt bei einem span-Tag allerdings keine neue Zeile, sondern der Text fließt in einer Zeile weiter.
<b>Fetter Text</b>
<i>Kursiver Text</i>
Schriftformatierung „fett“
Schriftformatierung kursiv
<div contenteditable=“true“ >Lorem ipsum dolor sit amet. Bestimmt einen Bereich, in dem der Autor im Assistent Änderungen vornehmen kann. Der Bereich endet, wenn sich das Tag, in dem sich das contenteditable befindet, schließt.
<img class=“MeinLogo“ src=“media/1435277998055,1/ de/image/file/content“ /> .MeinLogo {
width:120px;
height:40px;
margin: 10px 20px;
}
Die Source (src) des Bildes muss individuell angepasst werden. Dafür muss die jeweilige Id eingesetzt werden (Lerninhalte → Medien → Rechtsklick „Informationen“).
<img class=“ResponsiveImage“ src=“media/1435277998055,1/ de/image/file/content“ /> .ResponsiveImage {
width:100%;
max-width:800px;
}
Bei einer prozentualen Breitenangabe, passt sich das Bild der Größe des umliegenden divs an. Dieses kann je nach Größe des Screens variieren.
<ul class=”UnorderedList”>
<li>Aufzählungspunkt eins</li>
<li>Aufzählungspunkt zwei</li>
<ul>
In einer UnorderedList (ul) enthält jedes ListItem (li) einen Punkt als Aufzählungszeichen. In einer OrderedList (ol) werden die ListItems durchnummeriert.
<a class=“DownloadLink“ href=“media/1235577997052,1/ en/document/file/content“>Name des Links .DownloadLink {
color: blue;
text-decoration: underline;
}
Mithilfe eines a-Tags können verschiedene Dinge verlinkt werden. In diesem Fall ein Dokument aus dem Mediencenter. Es können aber auch Links zu Webseiten hergestellt werden.

Gerade für Einsteiger (aber auch für Fortgeschrittene) ist es oft eine enorme Hilfe, sich an dem zu bedienen, was Avendoo bereits vorgibt bzw. mitbringt. So können Sie beispielsweise ein neues Lehrmittel mit einer leeren Seite erstellen und hier alle Einstellungen mittels Editor vornehmen, die Sie für die eigene Designvorlage benötigen. Lassen Sie sich dann den Quellcode anzeigen, haben Sie bereits ein Grundgerüst, das Sie in die eigene Designvorlage kopieren können. Dort muss dann nur noch der „Feinschliff“ vorgenommen werden: Abstände anpassen, contenteditables setzen etc.

Folgendes Beispiel wurde mit dem Editor im Lehrmittel-Assistenten „zusammengeklickt“, wodurch einfach und bequem folgendes HTML-Grundgerüst erzeugt wurde:

<h1>&Uuml;berschrift eingeben...</h1>
<h2>Unter&uuml;berschrift eingeben...</h2>
<hr>
<p>Inhalt des Lehrmittels eingeben&hellip; Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy irmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores.</p>
&nbsp;
<ul>
    <li>Phasellus iaculis neque</li>
    <li>Purus sodales ultricies</li>
    <li>Vestibulum laoreet porttitor sem</li>
    <li>Ac tristique libero volutpat at</li>
</ul>

 

Ein Blog-Beitrag von Andreas Herting und Jennifer Jordan

 

Das Veranstaltungsmanagement wächst

Blog Beitrag StandorteNeue Funktionen: Standorte, Terminvervielfältigung und mehrfache Terminbearbeitung

Das Verwalten und Organisieren von Veranstaltungen ist ein aufwändiger Prozess, bei dem Avendoo® alle Beteiligten bestmöglich unterstützen möchte. Auf Basis unserer eigenen Ideen, aber auch durch Gespräche mit Kunden und Interessen ist daher in den letzten Wochen und Monaten das Veranstaltungsmanagement weiter gewachsen: Mit der neuen Avendoo14 Generation wird das Anlegen von Standorten und Räumen, eine Terminvervielfältigung und die mehrfache Terminbearbeitung möglich sein. Außerdem werden im Veranstaltungs-Assistenten einige Design-Anpassungen vorgenommen, damit alle Funktionen einfach und intuitiv zu bedienen sind.

Standorte und Räume einfach verwalten

Wenn Sie für Ihre Lernenden Veranstaltungen anbieten möchten, die an verschiedenen Standorten stattfinden, so haben Sie fortan die Möglichkeit, die Standorte einmalig anzulegen und auf die dabei hinterlegten Daten (Adresse, Ansprechpartner usw.) jederzeit erneut zuzugreifen. Dadurch sparen Sie viel Zeit, da Sie die Daten nicht jedes Mal neu eingeben müssen und die Standortdaten mehrfach wiederverwenden können. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, für den Standort verschiedene Räume zu erstellen. Fügen Sie zu den erstellen Räumen noch die vorhandene Ausstattung hinzu (Beamer, Anzahl der Computer o.Ä.) verringern Sie den Organisationsaufwand weiter. Mit Bildern und weiteren Medien verleihen Sie dem Standort und den Räumen anschließend ein Gesicht. So wissen Ihre Teilnehmer direkt, wo sie sich hinbegeben müssen und finden den Weg schneller.

Zeit sparen mit der Terminvervielfältigung

Je nach dem, um welche Veranstaltung es sich bei Ihrer Aus- und Weiterbildung handelt, kann diese einmalig oder regelmäßig stattfinden. Um den Aufwand für das Erstellen einer regelmäßigen Veranstaltung zu minimieren, haben unsere Softwareentwickler die Terminvervielfältigung in Avendoo® integriert. Legen Sie eine Startveranstaltung an und wählen Sie anschließend ein Muster, nach dem sich der Termin vervielfältigen soll, z.B. wöchentlich, monatlich oder an jedem 3. Dienstag – und schon werden die restlichen Termine erstellt. Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch für die restlichen Daten der Startveranstaltung wie zum Beispiel Uhrzeit, Sprache oder Standort.

 

 

Erweiterte Funktion: Mehrfache Terminbearbeitung

… und sollten Sie sich bei der Terminvervielfältigung oder generell bei dem Erstellen verschiedener Veranstaltungen vertan haben, können Sie nun auf die Mehrfache Terminbearbeitung zurückgreifen. Wählen Sie dazu alle Veranstaltungen aus, die Sie bearbeiten möchten und nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor.

 

Sie würden die neuen Funktionen des Veranstaltungsmanagements gerne live sehen? Dann vereinbaren Sie eine Online-Präsentation, in der wir Ihnen Avendoo® vorstellen.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan

Mit Lernleitsystemen das Ziel vor Augen

Lernleitsystem Lernpfad Trainingsplan AvendooWas ist ein Lernleitsystem?

Ein Lernleitsystem ist eine grafische Aufbereitung des Lernprozesses. Es zeigt dem Lernenden, an welchem Punkt er sich momentan befindet und welche Aufgaben auf ihn zukommen. In Avendoo® wird ein solches Lernleitsystem durch den sogenannten Lernpfad und individuelle Trainingspläne realisiert. Durch sie weiß der Lernende immer genau, welche Schulungsinhalte als nächstes möglich sind, wie weit es bis zum Ziel ist und welche Aufgaben für ein erfolgreiches Beenden notwendig sind.

Lernpfad und Trainingsplan:
So funktionieren die Avendoo® Lernleitsysteme

Ein Lernleitsystem ist also die visuelle Aufbereitung des Verlaufs von Lerninhalten. Es sorgt während der Bearbeitung eines Kurses dafür, dass die Lernenden geführt werden und den Lernprozess kontrolliert durchlaufen. Darüber hinaus sorgt die grafische Darstellung für eine klare Strukturierung.

Was ist ein Lernpfad?

Der Lernpfad ist ein zentrales Element in Avendoo, das immer zum Einsatz kommt, wenn Sie einen Kurs erstellen möchten. Haben Sie alle Inhalte für eine Schulung erstellt, können Sie diese per Drag-and-Drop auf den Lernpfad ziehen und hin und her schieben, bis sie in der gewünschten Bearbeitungsreihenfolge sind. Das Lernleitsystem zeigt dem Lernenden dann später, welcher Inhalt in welcher Reihenfolge bearbeitet werden soll. Nach der Anordnung der Inhalte können Sie den Kurs zur Bearbeitung freigeben.

Kurse miteinander verknüpfen: Der Trainingsplan

Trainingspläne sind für komplexe Lernprozesse geeignet, denn auf ihnen werden gleich mehrere Kurse angeordnet und miteinander verbunden. Wenn Sie beispielsweise einen Trainingsplan zum Thema „Arbeitssicherheit“ erstellen möchten, dann könnten darauf unter anderem einzelne Kurse mit den Themenschwerpunkten „Gesetzgebungen“ oder „Arbeitssicherheit im Unternehmen“ angeordnet sein. Die Kurse haben Sie zuvor wiederum mit Hilfe des Lernpfades erstellt. Auch hier sorgt der Trainingsplan als  Lernleitsystem für mehr Übersichtlichkeit und durch die grafischen Verbindungen der Kurse, kann sich der Lernende besser orientieren.

 

 

Tipps für die Kursgestaltung

Gibt es bestimmte Regeln, um Inhalte für solche Lernleitsysteme zu gestalten? Eigentlich nicht! Sie können Ihre Inhalte wie immer gestalten, denn das Lernleitsystem greift erst danach. Denn erst durch die Anordnung der einzelnen Lernobjekte bzw. Kurse, die gleichzeitig die empfohlene Bearbeitungsreihenfolge für den Lernenden darstellen, wird aus einem „langweiligen“ Inhaltsverzeichnis eine ansprechende Visualisierung – und die verschafft wiederum einen besseren Überblick.

Bauen Sie zum Beispiel auch Hürden in den Lernpfad mit ein, um Kontrollpunkte zu definieren. Wenn Ihre Lernenden bestimmte Aufgaben vor der Hürde absolvieren, werden diese freigeschaltet. Ideal für fortgeschrittene Lerninhalte oder Feedbacks nach Veranstaltungen.

Lernleitsysteme motivieren Ihre Lernenden

Wir, als Homo Sapiens, besser bekannt als Menschen, haben immer das Bedürfnis aufzuräumen und zu vervollständigen. Ja, auch wenn manche Studentenbude wie ein Saustall aussieht haben wir das Bedürfnis Dinge „ordentlich“ zu machen. Was ist ordentlich? Ein gutes Beispiel für dieses Prinzip ist das Spiel TETRIS, in dem wir immer wieder versuchen perfekte Reihen zu bauen, um Punkte für sie zu bekommen – ziemlich „sinnfrei“, aber zu seiner Zeit sehr „suchtgefährdend“. Ein Lernleitsystem ist genau aus diesem Grunde motivierend. Natürlich gibt es Lernern eine bessere Übersicht der Lerninhalte, aber gleichzeitig hat der Lerner kleine visuelle Erfolgserlebnisse, wenn er Aufgaben löst und auf dem Lernpfad voranschreitet.

Ein Lernleitsystem hilft auch dabei Informationen zu organisieren, den Verlauf zu überblicken und ein klares Ziel zu definieren. Wie wir schon in unserem Artikel zu den Learning Hacks geschrieben haben, sollten Sie auf Ziele setzen die SMART (spezifisch, messbar, akzeptiert, relevant, termingebunden) sind. Ein Lernpfad hilft dabei den Lernprozess zu visualisieren und erkennbar zu machen.

Jeder Lerner, der das erste Mal auf einem Lernpfad trifft, sieht genau, was notwendig ist, um den Kurs zu beenden. Er hat in den meisten Fällen ein Einstiegsmodul, lernt dann mit wissensvermittelnden Inhalten und trifft auf „Hürden“ wie Wissenstests oder Veranstaltungen, um sich auf dem Lernpfad weiter zu bewegen.

Die Herausforderung

Didaktisches Design ist wichtiger denn je. Wissen soll AKTIV angewendet werden und nicht nur träge im Kopf „abhängen“ ohne Verwendung zu finden. Damit Ihre Lerner nicht nur stumpf durch die Kurse rollen und dabei ein bisschen aus dem Fenster gucken, ist es wichtig die folgenden Punkte sicherzustellen:

  1. Praxisrelevanz
  2. Nachhaltigkeit
  3. Motivation

Durch Praxisrelevanz stellen Sie  sicher, dass Ihre Mitarbeiter nicht nur Zeit verschwenden, um träges Wissen anzuhäufen, sondern aktives Wissen erwerben, mit dem Probleme gelöst werden können. Diese Probleme beziehen sich auf Prozesse im Arbeitsalltag. Was ist träges Wissen? Träges Wissen sollte bei Ihren E-Learnings nie herauskommen. Ist dies doch die Beschreibung von Wissen, das nicht angewendet werden kann.

Nachhaltigkeit bei E-Learnings bedeutet, dass Sie Kurse mehrfach verwenden können, dass Wissen fest in Ihren Mitarbeitern verankert wird.

Motivation bei Ihren Lernern stellt sich ein, wenn Sie diese beiden Prozesse berücksichtigen und Ihre Lerner wissen, warum sie etwas machen. (Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte, die Motivation fördern können, aber das wäre länger als ein Buch und sprengt den Rahmen dieses Artikels). Ihre Lerner sollten im besten Fall das Wissen aktiv erarbeiten, damit sie später, im Ernstfall, das Steuer übernehmen können. Durch eine Visualisierung des Lernprozesses werden aus abstrakten Zielen, jenseits der Vorstellungskraft, strukturierte Aufgaben, deren Praxisbezug  besser erfasst werden kann.

 

Übertreiben wir? Vielleicht ein bisschen – aber, wie lange brauchen Sie um sich einen faktenschwangeren Text zu merken? 2 Minuten, 5 Minuten, 30 Minuten? Vergleichen Sie den Unterschied zwischen einem informationsüberladenen Text und einer Infografik mit vielen Daten und Fakten. Der Text ist schwer zu verarbeiten und zu verstehen. Eine Infografik hingegen schafft es dieses geballte Wissen zu strukturieren, visuell ansprechend aufzubereiten und macht es einfach memorierbar. Insbesondere der Überblick bei einer einfachen Liste ungeordneter Ziele geht schnell verloren und dieser ist bei einem Lernleitsystem immer gegeben.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan

Mitarbeiter am PoS schulen: Valora und Avendoo®

Valora und AvendooValora setzt auf E-Learning

Beraten, verkaufen, kassieren und organisieren – am Point of Sale (PoS) fallen nicht gerade wenige Aufgaben an. Für die Aus- und Weiterbildung stellen die Mitarbeiter, die im Verkauf tätig sind, eine besondere Herausforderung dar: „Für diese Zielgruppe ist das Medium „E-Learning“ noch immer eher ungewohnt. Sie haben andere Prioritäten. Man muss sie zuerst überzeugen und Ihnen das eLearning sozusagen „verkaufen“ und schmackhaft machen“, so Reto Böhner, Verantwortlicher für die Führungs- und Fachausbildung in den Verkaufsstellen der Valora Holding AG. Bereits seit 2011 setzt das Unternehmen daher die Avendoo® Lernwelt ein.

k Kiosk gab den Startschuss für E-Learning bei Valora

Der Schweizer Handelskonzern hat seinen Sitz in Muttenz. Unter anderem gehört auch die Kioskkette „k Kiosk“ zum Unternehmen. Den Startschuss für E-Learning hat aber die Geldtransferdienstleistung MoneyGram gegeben: „Für diese Dienstleistung ist es zwingend notwendig, dass alle Personen, welche diese Dienstleistung vertreiben, zu bestimmten Inhalten geschult werden.“ 2011 wurde eine Zusammenarbeit zwischen Valora und MoneyGram vereinbart, so dass fortan in jedem k Kiosk (allein in der Schweiz mehr als 900 Filialen) die Serviceleistungen in Anspruch genommen werden konnten. „In unserem Unternehmen setzen wir E-Leaning für das „breite Publikum“ der Verkaufsstellenmitarbeitenden und –leitenden ein. So erreichen wir je nach Thema ca. 3.500 bis 4.000 Mitarbeitende.“ Avendoo® erfüllt aber auch noch weitere Aufgaben, da es zum Beispiel für das Veranstalten und Organisieren von Präsenztrainings, für Vorbereitungsaufträge im Bereich Blended Learning und als Informationskanal verwendet wird.

Lerninhalte für Verkaufsmitarbeiter

Neben den notwendigen Grundlagen für die Geldtransferdienstleistung MoneyGram schult Valora seine Mitarbeiter aktuell zum Beispiel in diesen Themen:

  • Jugendschutz (Verkauf von Tabakwaren und Alkohol)
  • HACCP Hygienevorschriften (Lebensmittelgesetzgebungen)
  • ASA Erstunterweisung Arbeitssicherheit (Prävention)

Jede Zielgruppe hat andere Anforderungen an das Lernen und ein anderes Lernverhalten. Damit ein E-Learning erfolgreich verläuft – für den Mitarbeiter und das Unternehmen – sollte vor der Konzeption der Lerninhalte eine genaue Analyse der Zielgruppe stattfinden. Verkaufsmitarbeiter stellen in diesem Zusammenhang eine Besonderheit dar, weil „ erfahrungsgemäß noch lange nicht alle Mitarbeitenden dieser Zielgruppe so PC-Affin sind, wie wir schnell einmal denken.“ Aus diesem Grund sei vor allem die Sprache ein entscheidender Aspekt „Man muss auf der Ebene der Mitarbeitenden kommunizieren, nur so wird man verstanden! Das gilt auch für das Thema E-Learning. Grundsatz hierbei: So wenig wie irgendwie möglich und nur so viel wie unbedingt nötig.“ Durch die vielen positiven Erfahrungen, die Valora bereits mit dem Thema E-Learning erzielen konnte, setze sich laut Böhner die Philosophie dieser Lehr-/ Lernmethode immer mehr durch. „Vor allem auch im Bereich der „Präsenzschulungsverwaltung“ schätzen die Teilnehmenden die flexible Art sich mit den Themen im Vorfeld auseinanderzusetzen.“ Man dürfe dieser Zielgruppe aber auch nicht grundsätzlich zu wenig zutrauen, sondern müsse seine Analysen über das Lernverhalten regelmäßig überprüfen.

Wenn aus einer Idee eine Schulung wird

In enger Zusammenarbeit mit unseren Mediendesignern wurde für Valora im Bereich der neuen, unternehmensweiten Pflichtschulungen ein ganz neues Design erarbeitet, das stark auf dem Corporate Design und der Corporate Identity basiert. „So wurden Schriften und Farben an die des Internetauftritts von Valora angepasst. Außerdem wurden extra für jedes Modul themenbezogene und personalisierte Bilder gezeichnet. Ohne die Unterstützung von Magh und Boppert in diesen Bereichen, wären eine solche Arbeit und ein solches Ergebnis nicht realisierbar gewesen.“

Bis schließlich aus einer Idee eine Schulung wird, sind klare Absprachen und ein ausführlicher Produktionsplan das A und O. Im Falle Valora hat sich dafür dieses Vorgehen bewährt:

1. Schulungsthema und Rahmenbedingungen festlegen

Je nach Bedarf entscheidet sich Valora für ein Schulungsthema und beauftragt damit unsere Mediendesigner. Das mitgelieferte Dokument legt die Rahmenbedingungen wie Verantwortlichkeiten, Lieferumfang und –termin sowie weitere Details fest.

2. Inhalt und Aufbau der Schulung/ Drehbuchabsprachen

Nachdem Valora die Inhalte und den gewünschte Aufbau der Schulung an unsere Mediendesigner übergeben haben, findet bei uns eine Drehbuchkontrolle statt. Dabei geht es vor allem um didaktische und grafische Aspekte.

Unternehmen, die keine Zeit, Ressourcen oder Kompetenzen für das Erstellen eines Drehbuchs oder der Inhalte haben, können dafür unsere Mediendesigner beauftragen.

3. Produktion des E-Learnings

Mit der Abnahme des Drehbuchs durch Valora fällt bei uns der Startschuss für die technische Produktion des E-Learnings. Auf Basis des Drehbuchs werden so Grafiken, Animationen, interaktive Elemente uvm. erstellt.

4. Testphase und Korrekturläufe

Trotz größter Sorgfalt ist eine intensive Test- und Korrekturphase bei jedem E-Learning notwendig. Erst wenn alle Beteiligten mit dem Ergebnis einverstanden sind, folgt der nächste Schritt.

5. Übersetzungen

Durch die Mehrsprachigkeit innerhalb der Schweiz werden die Lerninhalte durch unsere professionellen Übersetzer sowohl in die französische als auch in die italienische Sprache übersetzt. So wird gewährleistet, dass jeder Mitarbeiter optimal geschult werden kann.

6. Finale Abnahme und Rollout

In einem letzten Korrekturschritt kann Valora ggf. finale Änderungen vornehmen. Anschließend erfolgt das flächendeckende Rollout der Schulung. „Nach der Planung führen wir in einer Verkaufsregion einen Piloten durch. Danach erfolgt dann der Rollout mit genau definierten Zeitfenstern. Bei MoneyGram haben wir nun zum Beispiel auch einen jährlich wiederkehrenden „Refresher“ etabliert.“

 

Um die Qualität der Schulung aufrecht zu halten, folgt nach Abschluss der Schulungsphase dann eine detaillierte Auswertung für die Führungskräfte. So erkennen Sie, an welchen Stellen noch Fragen offen sind und wie gut die Mitarbeiter bei der Schulung abgeschnitten haben.

Fazit?

Wir sind sehr zufrieden mit der Anwendung – auch, wenn wir vermutlich noch lange nicht alle Funktionen kennen. Avendoo® ist für uns ein leistungsstarker Partner im Bereich des Lernens.

Auszug aus den aktuellen Avendoo® Schulungen

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


70-20-10 – Die Formel für den idealen Lernprozess?

70 20 10 Formel LernprozessEine Schulungsmaßnahme hat ihr Ziel erreicht, wenn das neu erlernte Wissen den Arbeitsalltag optimiert und somit einen Mehrwert schafft – für das Unternehmen und für den Mitarbeiter. Erst dann stehen Aufwand bzw. Kosten und Nutzen im richtigen Verhältnis.

Aber was können Sie tun, damit die Schulung dieses Ziel auch tatsächlich erreicht? Analysieren Sie zunächst den Lernprozess im Arbeitsumfeld genauer. Relativ schnell kommt dann die sogenannte 70-20-10-Formel ins Spiel.

„The 70/20/10 Model is a learning and development model based on research by Morgan McCall, Michael M. Lombardo and Robert W. Eichinger from the Center for Creative Leadership in 1996. Lombardo and Eichinger published data from one study in their 1996 book “The Career Architect Development Planner.” Their survey showed that lessons learned by successful and effective managers are roughly: 70%from tough jobs, 20%from people (mostly the boss) and10% from courses and reading.”

Laut dem Modell lernen Mitarbeiter also zu 70% durch den Job; durch praktische Erfahrungen, die sie während der Arbeitszeit machen. 20% des Wissens wird durch Kommunikation generiert – durch Fragen, Antworten und den regen Austausch mit Kollegen. Lediglich 10% werden dem klassischen, formalen Lernprozess zugeschrieben, den Weiterbildungen, die hauptsächlich als Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden.

Das Problem mit der Vergessenskurve von Ebbinghaus

 

Ebbinghaus Vergessenskurve: 70-20-10 ModellDer Grund, warum ein Lernprozess, der lediglich aus formalen, klassischen Präsenzveranstaltungen besteht, ineffizient ist, basiert auf der „Ebbinghaus Vergessenskurve“.

Dieser Theorie liegt die Tatsache zu Grunde, dass dem menschlichen Gehirn nur eine bestimmte Kapazität zur Verfügung steht, neue Informationen aufzunehmen und diese zu verarbeiten. 50% von dem, was Menschen in einer Stunde (während eines Vortrages) erzählt bekommen, vergessen sie – es sei denn, sie wenden das neue Wissen direkt praktisch an.

Daraus lässt sich schließen, dass ein effizienter Lernprozess einen sinnvollen Kontext für den Lernenden voraussetzt. Die Lerninhalte müssen daher den Bedürfnissen der Lernenden angepasst sein und den tatsächlichen Arbeitsalltag wiederspiegeln. Die Lernenden sollten sich in ihrem typischen Workflow wiederfinden und dabei trainiert werden. Dann wird der größte Lernerfolg erzielt.

Ein effizienter Lernprozess hängt aber natürlich auch noch von weiteren Aspekten ab, zum Beispiel von der Lernumgebung und der eingesetzten Software. Ist diese einfach und intuitiv für den Lernenden gestaltet, so dass er Spaß beim Lernen hat, führt dies ebenso dazu, dass der Lernprozess erfolgreich verläuft – und das führt wiederum dazu, dass der Lernende motiviert seinen Job erledigt. Es ist daher notwendig, den Arbeitsalltag offen für Lernsituationen zu gestalten. Aus- und Weiterbildung muss im Unternehmen akzeptiert und zu jedem Zeitpunkt gefördert werden, sonst verfehlt jeder Aufwand sein eigentliches Ziel.

Vom Push zum Pull-Learning

Nach dem 70-20-10 Modell wird insbesondere auf informellem Weg gelernt. Die Schwierigkeit bei dieser Form des Lernens scheint zunächst darin zu liegen, dass man Wissen nicht organisieren kann. Weder Kommunikation (20%) noch Erfahrung (70%) können „organisiert“ werden, sie können aber unterstützt und ermöglicht werden – und das ist der entscheidende Punkt. Erst dann spricht man von Wissensmanagement.

„All we can do is provide people with the right ressources, at the right time through the right channel and allow them to get on it“.

Der Gedanke des Push Learning Prinzips, bei dem die Lernenden mit Informationen vollgeladen und allein gelassen werden und anschließend noch erwartet wird, dass sie die Inhalte anwenden können, ist veraltet. Vielmehr müssen Lernprozesse dem sogenannten Pull Learning Prinzip entsprechen. Lerninhalte müssen auf verschiedenen Wegen erreichbar sein und mittels unterschiedlicher Formate vermittelt werden, damit der Lernende sich aus diesem Angebot genau die Lernmethode auswählen kann, die seinem präferierten Lernweg entspricht.

Umsetzung des 70-20-10 Modells

Die praktische Anwendung des 70-20-10 Modells ist relativ einfach, bedarf aber einer sinvollen Umstrukturierung des bisherigen Lernprozesses. „Die Idee besteht darin das klassische Training um Elemente zu ergänzen, die Anwendung, Auseinandersetzung und Interpretation ermöglichen. Training plus Lernevent, sozusagen.“

Für eine Schulungsmaßnahme, die mit Avendoo® umgesetzt wird, bedeutet das also:

  • 70% Passen Sie Ihre Lerninhalte und die Lernumgebung an alltägliche Arbeitssituationen an. Analysieren Sie den Lernprozess Ihrer Zielgruppe, um den Bedürfnissen und Anforderungen gerecht zu werden und um den Lernenden zu zeigen, welchen Mehrwert das E-Learning bietet. Nutzen Sie die Vielzahl an Lernobjekten, um die Inhalte spannend, erlebnisreich und praxisnah zu vermitteln. Kombinieren Sie Inhalte mit Veranstaltungen, bieten Sie virtuelle Klassenzimmer und Präsenzveranstaltungen an, die auf praktische Übungen setzen. Bauen Sie immer wieder Wiederholungen ein (z.B. in Form von Lernkarteien), um der Ebbinghaus Vergessenskurve entgegenzuwirken.
  • 20% Reichern Sie Ihre Lerninhalte mit Kollaborationswerkzeugen an. Ermöglichen Sie Diskussionen in Foren, geben Sie die Kurs-Community frei und ermutigen Sie Ihre Lernenden einen Blog zu erstellen. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Lernenden untereinander austauschen können und von den Erfahrungen profitieren und, dass jederzeit ein Experte für Rückfragen erreichbar ist.
  • 10% Bieten Sie sowohl die klassischen Präsenzveranstaltungen als auch zeitgemäße Online-Trainings in einem virtuellen Klassenzimmer an. Oder noch besser: Kombinieren Sie beide Veranstaltungsformen zu einem Blended Learning. Das sorgt für Abwechslung und hält Ihre Lernenden bei Laune.

Zusammengefasst unterstützt das 70-20-10 Modell den Gedanken, den auch Avendoo® verfolgt: Auf den richtigen Mix kommt es an. Sowohl bei den Inhalten als auch bei der Präsentationsform.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan


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