Mobile Learning bei der SBB

Avendoo® mobil nutzen

„Guten Tag. Einmal die Fahrscheine bitte.“

Zugbegleiter – sie kontrollieren Fahrausweise, geben Auskünfte, sorgen für die Sicherheit in den Zügen – und sind ständig unterwegs. Wie soll man diese Mitarbeiter schulen?

2005 stand die Schweizerische Bundesbahn (SBB) vor genau diesem Problem. Lösung: das Lernprogramm auf den neuen mobilen Endgeräten installieren. Gesagt. Getan. Mobile Learning bei der SBB war geboren.

Das ZPG II ist ein Windows CE Gerät der Firma Höft & Wessel. Für die technische Umsetzung ist in JAVA ein Player geschrieben worden. Dieser Player hat die Inhalte der Lernplattform durch ein gezipptes XML Paket abgerufen. Gleichzeitig konnte der Player die erreichten Ergebnisse wieder zur Lernplattform hochspielen. Egal ob nun die Inhalte auf dem mobilen Gerät oder von einem festen Arbeitsplatz bearbeitet worden sind, die Ergebnisse wurden zusammengeführt. So haben die Zugbegleiter immer ihren aktuellen Bearbeitungsstand gesehen.

Dank der Umsetzung als Mobile Learning konnten die neuen Bedienprozesse im realen Ablauf geschult werden. Zu Beginn der Schulung wurden die Mitarbeiter dazu aufgefordert die notwendigen Schritte in den Masken auszuführen. Durch kleine Tutorialeinheiten wurden zusätzliche Informationen zu den jeweiligen Prozessen verdeutlicht. Hatte ein Zugbegleiter eine bestimmte Anzahl an Prozessen durchgearbeitet wurden ihm anschließend einige Fragen zur Vertiefung gestellt.

Als „Belohnung“ für das erfolgreiche Abschließen aller Themengebiete hat ein integrierter Drucker ein Zertifikat ausgegeben. Mit diesem Mini-Zertifikat konnte der SBB Mitarbeiter sein neues mobiles Gerät freischalten lassen und in den laufenden Betrieb aufnehmen.

Diese Mobile Learning Lösung hatte den Vorteil, dass das neue Gerät rollend geschult werden konnte. Eine weitere Stärke lag in der Displaygröße, die bereits damals zeigte, dass intensive Schulungen auf einem mobilen Gerät mit einer größeren Diagonale durchaus zielführend sind.

Die spezielle Entwicklung des Players auf dem Windows CE Gerät war nachweislich die kostengünstigere Variante gegenüber einer zentralen klassischen Schulung an einem festen Arbeitsplatz, der ohnehin nicht jedem der rund 2.000 Zugbegleiter zur Verfügung stand.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan