Mit Lernleitsystemen das Ziel vor Augen

Lernleitsystem Lernpfad Trainingsplan AvendooWas ist ein Lernleitsystem?

Ein Lernleitsystem ist eine grafische Aufbereitung des Lernprozesses. Es zeigt dem Lernenden, an welchem Punkt er sich momentan befindet und welche Aufgaben auf ihn zukommen. In Avendoo® wird ein solches Lernleitsystem durch den sogenannten Lernpfad und individuelle Trainingspläne realisiert. Durch sie weiß der Lernende immer genau, welche Schulungsinhalte als nächstes möglich sind, wie weit es bis zum Ziel ist und welche Aufgaben für ein erfolgreiches Beenden notwendig sind.

Lernpfad und Trainingsplan:
So funktionieren die Avendoo® Lernleitsysteme

Ein Lernleitsystem ist also die visuelle Aufbereitung des Verlaufs von Lerninhalten. Es sorgt während der Bearbeitung eines Kurses dafür, dass die Lernenden geführt werden und den Lernprozess kontrolliert durchlaufen. Darüber hinaus sorgt die grafische Darstellung für eine klare Strukturierung.

Was ist ein Lernpfad?

Der Lernpfad ist ein zentrales Element in Avendoo, das immer zum Einsatz kommt, wenn Sie einen Kurs erstellen möchten. Haben Sie alle Inhalte für eine Schulung erstellt, können Sie diese per Drag-and-Drop auf den Lernpfad ziehen und hin und her schieben, bis sie in der gewünschten Bearbeitungsreihenfolge sind. Das Lernleitsystem zeigt dem Lernenden dann später, welcher Inhalt in welcher Reihenfolge bearbeitet werden soll. Nach der Anordnung der Inhalte können Sie den Kurs zur Bearbeitung freigeben.

Kurse miteinander verknüpfen: Der Trainingsplan

Trainingspläne sind für komplexe Lernprozesse geeignet, denn auf ihnen werden gleich mehrere Kurse angeordnet und miteinander verbunden. Wenn Sie beispielsweise einen Trainingsplan zum Thema „Arbeitssicherheit“ erstellen möchten, dann könnten darauf unter anderem einzelne Kurse mit den Themenschwerpunkten „Gesetzgebungen“ oder „Arbeitssicherheit im Unternehmen“ angeordnet sein. Die Kurse haben Sie zuvor wiederum mit Hilfe des Lernpfades erstellt. Auch hier sorgt der Trainingsplan als  Lernleitsystem für mehr Übersichtlichkeit und durch die grafischen Verbindungen der Kurse, kann sich der Lernende besser orientieren.

 

 

Tipps für die Kursgestaltung

Gibt es bestimmte Regeln, um Inhalte für solche Lernleitsysteme zu gestalten? Eigentlich nicht! Sie können Ihre Inhalte wie immer gestalten, denn das Lernleitsystem greift erst danach. Denn erst durch die Anordnung der einzelnen Lernobjekte bzw. Kurse, die gleichzeitig die empfohlene Bearbeitungsreihenfolge für den Lernenden darstellen, wird aus einem „langweiligen“ Inhaltsverzeichnis eine ansprechende Visualisierung – und die verschafft wiederum einen besseren Überblick.

Bauen Sie zum Beispiel auch Hürden in den Lernpfad mit ein, um Kontrollpunkte zu definieren. Wenn Ihre Lernenden bestimmte Aufgaben vor der Hürde absolvieren, werden diese freigeschaltet. Ideal für fortgeschrittene Lerninhalte oder Feedbacks nach Veranstaltungen.

Lernleitsysteme motivieren Ihre Lernenden

Wir, als Homo Sapiens, besser bekannt als Menschen, haben immer das Bedürfnis aufzuräumen und zu vervollständigen. Ja, auch wenn manche Studentenbude wie ein Saustall aussieht haben wir das Bedürfnis Dinge „ordentlich“ zu machen. Was ist ordentlich? Ein gutes Beispiel für dieses Prinzip ist das Spiel TETRIS, in dem wir immer wieder versuchen perfekte Reihen zu bauen, um Punkte für sie zu bekommen – ziemlich „sinnfrei“, aber zu seiner Zeit sehr „suchtgefährdend“. Ein Lernleitsystem ist genau aus diesem Grunde motivierend. Natürlich gibt es Lernern eine bessere Übersicht der Lerninhalte, aber gleichzeitig hat der Lerner kleine visuelle Erfolgserlebnisse, wenn er Aufgaben löst und auf dem Lernpfad voranschreitet.

Ein Lernleitsystem hilft auch dabei Informationen zu organisieren, den Verlauf zu überblicken und ein klares Ziel zu definieren. Wie wir schon in unserem Artikel zu den Learning Hacks geschrieben haben, sollten Sie auf Ziele setzen die SMART (spezifisch, messbar, akzeptiert, relevant, termingebunden) sind. Ein Lernpfad hilft dabei den Lernprozess zu visualisieren und erkennbar zu machen.

Jeder Lerner, der das erste Mal auf einem Lernpfad trifft, sieht genau, was notwendig ist, um den Kurs zu beenden. Er hat in den meisten Fällen ein Einstiegsmodul, lernt dann mit wissensvermittelnden Inhalten und trifft auf „Hürden“ wie Wissenstests oder Veranstaltungen, um sich auf dem Lernpfad weiter zu bewegen.

Die Herausforderung

Didaktisches Design ist wichtiger denn je. Wissen soll AKTIV angewendet werden und nicht nur träge im Kopf „abhängen“ ohne Verwendung zu finden. Damit Ihre Lerner nicht nur stumpf durch die Kurse rollen und dabei ein bisschen aus dem Fenster gucken, ist es wichtig die folgenden Punkte sicherzustellen:

  1. Praxisrelevanz
  2. Nachhaltigkeit
  3. Motivation

Durch Praxisrelevanz stellen Sie  sicher, dass Ihre Mitarbeiter nicht nur Zeit verschwenden, um träges Wissen anzuhäufen, sondern aktives Wissen erwerben, mit dem Probleme gelöst werden können. Diese Probleme beziehen sich auf Prozesse im Arbeitsalltag. Was ist träges Wissen? Träges Wissen sollte bei Ihren E-Learnings nie herauskommen. Ist dies doch die Beschreibung von Wissen, das nicht angewendet werden kann.

Nachhaltigkeit bei E-Learnings bedeutet, dass Sie Kurse mehrfach verwenden können, dass Wissen fest in Ihren Mitarbeitern verankert wird.

Motivation bei Ihren Lernern stellt sich ein, wenn Sie diese beiden Prozesse berücksichtigen und Ihre Lerner wissen, warum sie etwas machen. (Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte, die Motivation fördern können, aber das wäre länger als ein Buch und sprengt den Rahmen dieses Artikels). Ihre Lerner sollten im besten Fall das Wissen aktiv erarbeiten, damit sie später, im Ernstfall, das Steuer übernehmen können. Durch eine Visualisierung des Lernprozesses werden aus abstrakten Zielen, jenseits der Vorstellungskraft, strukturierte Aufgaben, deren Praxisbezug  besser erfasst werden kann.

 

Übertreiben wir? Vielleicht ein bisschen – aber, wie lange brauchen Sie um sich einen faktenschwangeren Text zu merken? 2 Minuten, 5 Minuten, 30 Minuten? Vergleichen Sie den Unterschied zwischen einem informationsüberladenen Text und einer Infografik mit vielen Daten und Fakten. Der Text ist schwer zu verarbeiten und zu verstehen. Eine Infografik hingegen schafft es dieses geballte Wissen zu strukturieren, visuell ansprechend aufzubereiten und macht es einfach memorierbar. Insbesondere der Überblick bei einer einfachen Liste ungeordneter Ziele geht schnell verloren und dieser ist bei einem Lernleitsystem immer gegeben.

 

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan