HTML5 – Alles nur eine Show?

Interkative Lerninhalte mit HTML5

HTML5 ist ein Schlagwort, das wohl jeder irgendwie schon einmal gehört oder gelesen hat. Aber was verbirgt sich dahinter? Was bringt es für die Entwicklung von Lerninhalten? Haben wir darauf etwa gewartet?

Attraktive Lerninhalte leben von dynamischen Elementen. Die Zeiten der rein statischen Text- und Bildwelten sind lange passé. Bisher waren Browser Plug-Ins unumgänglich um Animationen, Videos und Töne abzuspielen. Die Welt der Autorenwerkzeuge hat sich seit Generationen auf Adobe Flash verlassen. Der entscheidende Nachteil diese Lösung war, dass auf den Arbeitsplätzen immer die richtige Plug-In Version installiert sein musste. Problematischer wurde es, wenn Smartphones und Tablet PCs versorgt werden sollten, da dort nicht immer ein entsprechendes Plug-In verfügbar war.

Seit Apple allen Flash Plug-Ins den Riegel vorgeschoben hat – zumindest auf den mobilen Geräten – ist der Markt weiter unter Druck geraten. Dabei war die Lösung bereits umgesetzt und nutzbar: Die neue Epoche der Autorenwerkzeuge setzt seit dem auf HTML, JavaScript und CSS – quasi HTML5. Zahlreiche innovative JavaScript Frameworks, wie zum Beispiel jQuery und Prototype, unterstützen die Entwickler zusätzlich die jeweils gewünschte Dynamik in die Lerninhalte zurückbringen.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Kein Plug-In und keine Installation – einfach den Browser nutzen. Ein „Aber“ gibt es allerdings:  die teilweise veralteten IT Umgebungen der Firmen und Endnutzer, die Derivate des legendären Internet Explorers. Und genau diese Altlasten sorgen heute für unnötige technische Doppelspurigkeit. Ein Glück, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis sich dieses Problem von selbst behebt. Und wenn es soweit ist, dann können Lerninhalte auf allen Smartphones und Tablet PCs genutzt werden. Natürlich sollten die Darstellung und das Handling an die Geräte angepasst sein – aber das ist Sache der Werkzeuge und Autoren.

Haben wir darauf etwa gewartet?Ganz eindeutig: Ja. Mit HTML5 erreichen wir eine neue digitale Unabhängigkeit, die bereits von vielen kreativen Designstudios genutzt wird. Welche Möglichkeiten sich daraus im Bereich der Lernwelt ergeben, können Sie hier bald lesen.

Also wirklich alles nur eine Show – im positiven Sinne.

Ein Blog-Beitrag von Julien Boppert