11 Tipps für ein erfolgreiches Feedback

Tipps für gute FeedbacksDamit ein Feedback zu dem gewünschten Ergebnis führt, haben wir einige Empfehlungen erarbeitet, die unserer Meinung nach für das Erstellen eines Feedbacks bedeutsam sind. Als Beispiel soll in diesem Zusammenhang ein Feedback zur Qualitätssicherung einer Ausbildung dienen.

Das Feedback

Bevor Sie ein Feedback und die dazugehörigen Fragen erstellen, sollten Sie sich zunächst einige generelle Gedanken machen. Was genau möchten Sie mit Hilfe des Feedbacks erfahren? Sind Sie eher an der persönlichen Meinung der Teilnehmer interessiert oder geht es Ihnen primär darum eine Tendenz zu erfahren? Diese Vorüberlegungen sollen Ihnen später helfen konkrete Feedback-Fragen formulieren zu können.

Feedback-Fragen

  • Bei der Reihenfolge der Feedback-Fragen sollten Sie mit Detailfragen zur Ausbildung beginnen und erst am Ende des Feedback-Formulars eine Gesamtbewertung fordern. Das hat einen simplen Grund: Die Detailfragen sorgen dafür, dass Ihre Teilnehmer die Ausbildung noch einmal vor dem innerlichen Auge aufrufen. Aspekte, die sonst vermutlich vergessen werden würden, werden aktiviert und nehmen Einfluss auf die Gesamtbewertung.
  • Wir empfehlen maximal acht bis zwölf Fragen pro Feedback, um die Übersichtlichkeit beizubehalten. So wird darüber hinaus gewährleistet, dass der zeitliche Rahmen für das Ausfüllen des Feedbacks nicht unnötig überschritten wird.
  • Feedbackfragen können unter anderem nach dem Ja/Nein- oder Single/Multiple Choice-Prinzip beantwortet werden. Mit diesen Fragetypen sollen die Teilnehmer zu einer konkreten Entscheidung geleitet werden. Freitext-, Schieberegler- und Priorisierungs-Fragen dienen hingegen dazu eine Tendenz zu erfragen. Je nachdem, ob Sie eine Wertung oder eine bestimmte Entscheidung erfragen möchten, sollten Sie daher den entsprechenden Fragetypen auswählen.
  • Die einzelnen Fragen sollten immer komplett ausformuliert sein bzw. eine Aussage enthalten, die bewertet werden soll. Stichworte sollten nicht verwendet werden, damit keine unterschiedlichen Interpretationen bei der Beantwortung der Frage möglich sind.

Antwortmöglichkeiten

  • Handelt es sich bei Ihrer Frage um eine einfache Frage, so sollten Sie bei den Antwortmöglichkeiten einen Mittelpunkt angeben (Beispiel: Wie bewerten Sie die Dauer der Schulung? Drei Antworten: Schlecht, Mittel, Gut). Ein Mittelpunkt sollte dann angegeben werden, wenn eine konkrete Aussage ausgewählt werden soll, so dass daraus entsprechende Handlungen abzuleiten sind.
  • Wenn Ihre Feedbackfrage eine komplexe Fragestellung enthält, kann es durchaus sinnvoll sein vier bis sechs Antworten anzubieten, um eine Tendenz zu erfragen. (Beispiel: Welchen Gesamteindruck haben Sie von Ihrer Ausbildung? Nicht zufrieden, kaum zufrieden, recht zufrieden, sehr zufrieden)
  • Ordnen Sie die Antworten in einer festen Wertungs-Reihenfolge an. Wir empfehlen die Antworten entsprechend der Leserichtung anzuordnen. Negative bzw. schlechte Wertungen sollten links stehen, positive rechts. Die Bewertung entspricht dadurch ebenfalls der bekannten Zeitleiste, bei der positive Aspekte in der Zukunft liegen (rechts) und bei der negative Aspekte eher mit der Vergangenheit in Verbindung gebracht werden und somit links zu finden sind.
  • Generell sollten Sie lieber die Möglichkeit „Keine Antwort“ zur Verfügung stellen, statt der Antwortmöglichkeit „Weiß ich nicht“. Das hat einen simplen Grund: „Weiß ich nicht“ fließt mit in die Gesamtauswertung ein, „Keine Antwort“ nicht.
  • Bitte beschriften Sie alle Antwortmöglichkeiten, damit die Beantwortung übersichtlicher und schneller stattfinden kann. Außerdem werden dadurch mögliche Fehlinterpretationen vermieden.
  • Nutzen Sie die Kommentar-Funktion, wenn es für die Frage sinnvoll ist, lieber direkt unter der Frage, statt dem üblichen Texthinweis „Kommentare bitte am Ende des Fragebogens“. Gedanken, die der Auszufüllende in diesem Moment hat, könnten verloren gehen. Geben Sie demjenigen, der Ihr Feedback ausfüllt, besser am Ende des Fragebogens die Möglichkeit „Sonstige Anmerkungen“ vorzunehmen.

Wenn Sie sich diese Tipps zu Herzen nehmen und bei der Erstellung eines Feedbacks beachten, werden Sie Meinungen erhalten, die eine große Aussagekraft besitzen. Denken Sie bei jedem Feedback vor Allem an Punkt 1: Machen Sie sich generellen Gedanken dazu, was Sie mit Hilfe des Feedbacks erfahren möchten. Dann kann nichts mehr schiefgehen… und falls doch, steht Ihnen unser Support-Team jederzeit beratend zur Seite.

Ein Blog-Beitrag von Jennifer Jordan